Der Bahnübergang Steinrath muss bleiben

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Der Förderverein Fischelner Bruch wendet sich gegen die von der Deutschen Bahn geplante Schließung des Bahnübergangs zwischen dem Fischelner Bruch und Meerbusch-Bösinghoven. Das teilte Doris Nottebohm, Vorsitzende des Fördervereins, gestern in einer Stellungnahme mit. Hintergrund: Die DB Netz AG will auf der Strecke Köln-Kranenburg den Bahnübergang Függershofweg/Steinrath ersatzlos schließen. Als Grund werden Kosten-Nutzen-Erwägungen genannt; die Sicherheit, teilte die Bahn in einem Schreiben an die Stadt Meerbusch mit, spiele ebenfalls eine Rolle. Der Bahnübergang am Steinrath wird von landwirtschafltichen Fahrzeugen genutzt, dient insbesondere aber Fußgängern und Radfahrern, die das Fischelner Bruch durchqueren oder zur Naherholung nutzen. Gern von Autofahrern genutzt wird die Strecke auch als Abkürzung von Oppum nach Fischeln.


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"Für Bösinghover stellt der Bahnübergang sozusagen das Tor zum Fischelner Bruch dar; für Fischelner würden Radwanderungen durchs Grüne Richtung Rhein erschwert", sagt Nottebohm. Umwege über den Bahnübergang Strümper Weg, also die Kreisstraße 6, seien wegen der dort fehlenden Bürgersteige und Radwege unzumutbar und gefährlich. Zu befürchten seien zudem weitere unerlaubte und lebensgefährliche Querungen der Schienen, sorgt sich die Fördervereinsvorsitzende.

Der Bürgerverein Fischeln positioniert sich ebenfalls pro Erhalt des Bahnübergangs. "Zum einen, damit Radfahrer sicher unterwegs sein können. Zum anderen aber auch, damit der landwirtschaftliche Verkehr nicht die Hauptverkehrsstraßen blockiert", sagte Bürgervereins-Vorsitzender Reiner Schütt auf Anfrage. Die Stadt Krefeld ist bis gestern noch nicht von der Bahn über die Schließungspläne informiert worden. "Sollten wir gefragt werden", sagt Stadtsprecherin Irene Ehlers, "würden wir antworten, dass aus unserer Sicht der Übergang beibehalten werden sollte".

Der Bahnübergang Steinrath/Függershofweg ist mit den heute nicht mehr unbedingt als sicher geltenden Halbschranken ausgerüstet. Die Bahn überprüft routinemäßig nach dem Eisenbahngesetz, ob Ersatzinvestitionen notwendig sind oder ob ein Überweg verzichtbar ist. "Weil es in zumutbarer Entfernung andere Überwege gibt, könnte die Bahn zu der Schlussfolgerung gelangt sein, diesen Übergang zu schließen", mutmaßt die Stadtsprecherin. Quelle RP 04/17