Verkehr

Maßvolle Neugestaltung erforderlich


Die Verkehrsbelastung in Fischeln ist für viele Bürger ein Ärgernis. Mit einer täglichen Belastung von über 12.000 Kraftfahrzeugen hat die Kölner Straße bereits heute ihre Leistungsfähigkeit erreicht. Dabei wird sie in hohem Maß durch ortsfremden Durchgangsverkehr (ca. 30%) belastet. Ältere Bürger und Eltern mit Kindern sorgen sich um Ihre Sicherheit. Auch für Fahrradfahrer ist es nicht einfach, da viele Schlaglöscher für Radfahrer auf den Straßen gefährlich sind..

Einen ganz anderen Gefahrenpunkt für die Querungsmöglichkeiten für Schüler zum Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium besteht an der Einmündung der Johannes-Bluhm Straße. Auch an vielen anderen Stellen im Fischeln muss etwas getan werden. Ebenso gilt dies für die Parkplatzsituation, insbesondere wenn Fischeln weiter wachsen soll.

Die aktuelle Umfrage im Zusammenhang mit der Verlegung der Haltestelle der Straßenbahn und Erneuerung der Fahrbahn zeigt, wie schwierig die Situation geworden ist. Viele Bürger befürchteten darin negative Auswirkungen auf die Verkehrssituation. Selbstverständlich steht der Bürgerverein der Einrichtung eines barrierefreien Zugangs zur Straßenbahn positiv gegenüber. Eine Vielzahl von Interessen wollen aber berücksichtigt werden. Wir sind seit Jahren bemüht im Dialog mit den beteiligten Stellen die Wohn- und Lebensqualität in Fischeln zu verbessern. Der Bürgerverein Fischeln nimmt hierzu Ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge gerne entgegen.

Neue Niederflurhaltestellen in Fischeln
Seit sechs Jahren fahren in Krefeld neue Straßenbahnen, doch längst nicht alle Haltestellen sind für die behindertengerechte Niederflurtechnik bereit. In Fischeln handelt es sich um die Haltestellen
am Stadtpark, Fischeln Rathaus und die Haltestelle Eichhornstraße. Mit den Plänen der SWK hatte sich am 23.09.15 der Planungsausschuss im Rathaus befasst. Der Umbau der Haltestelle Rahthaus ist umstritten. Die SWK bleiben bisher bei ihren Plänen. Mehr zu den Plänen: SWK planen neue Niederflurhaltestellen

Umbau der Haltestellen Kölner Straße Noch in diesem Jahr soll der Umbau der Kölner Straße beginnen, barrierefreie Straßenbahn-Haltestellen inklusive. Doch wo diese Haltestellen entstehen, ist weiter offen. Drei Varianten sind im Gespräch, eine Haltestelle könnte wegfallen

Informationsabend zum Haltestellenumbau
Fischelner Bürger und die SWK Mobil haben grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen vom barrierefreien Umbau der Straßenbahnhaltestellen an der Kölner Straße. Das wurde auch bei der Informationsveranstaltung zum Thema am 16.07.2015 deutlich, zu der Bürgerverein und Werbering gemeinsam eingeladen hatten.

Wirbel um Haltestellen-Umbau

Viele Fischelner Bürger sind mit den Plänen der SWK mobil für den barrierefreien Umbau der Straßenbahnhaltestellen auf der Kölner Straße nicht einverstanden. 2016 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Fischelner Bürger und die SWK Mobil haben grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen vom barrierefreien Umbau der Straßenbahnhaltestellen an der Kölner Straße. Das wurde jetzt bei einer Informationsveranstaltung zum Thema deutlich, zu der Bürgerverein und Werbering gemeinsam eingeladen hatten.

Heinz Josef Dellen von der SWK präsentierte den aktuellen Planungsstand - und verblüffte die Zuhörer mit der Aussage, dass es für die Haltestelle Clemensstraße aktuell "keine planerische Lösung gibt, die allen Ansprüchen genügt". Daher werde zwar der Umbau der drei anderen Haltestellen und die Erneuerung des Fahrbahnbelages im kommenden Jahr beginnen, die Haltestelle Clemensstraße bleibe jedoch zunächst außen vor. Weil das Personenbeförderungsgesetz aber den barrierefreien Ausbau bis 2022 zwingend erfordert, muss die Kölner Straße in den nächsten Jahren erneut zur Baustelle werden.

Heiß diskutiert wurden auch die Pläne für die Haltestelle Rathaus, Kölner Straße/Hafelsstraße/Anrather Straße. Dort soll über den gesamten Haltestellenbereich die Fahrbahn 25 cm angehoben werden, die entstehende Kante kann nicht überfahren werden. Die Bahnen werden in der Straßenmitte halten. Abstand genommen hat die SWK zwar von der ursprünglichen Idee, nach der das Linksabbiegen von der Kölner Straße in die Anrather Straße nach dem barrierefreien Umbau nicht mehr möglich sein sollte. Jetzt, so Dellen, soll für Linksabbieger eine Spur links der Straßenbahngleise eingerichtet werden. "Alle existenten Fahrbeziehungen bleiben somit erhalten", erklärte Dellen, es würden allerdings eine Reihe von Parkplätzen wegfallen. Auch eine Lösung für das Anfahren der rund 30 Parkplätze hinter Hafels/Krischer wird es nach diesen Plänen nicht geben. Die Einfahrt kann nur von Süden erreicht werden, die Ausfahrt nur nach rechts erfolgen, Autofahrer müssen sich ihren Weg dorthin durch umliegende Wohngebiete suchen.

Für etliche Bürger, wie auch für den Werbering Fischeln, ein Unding. "Die bislang bekannt gewordenen Pläne der Stadtwerke Krefeld lassen gravierende Eingriffe in das Fischelner Geschäftszentrum erkennen, die die gewachsenen Nutzungsstrukturen im Herzen unseres Straßendorfes erheblich tangieren", kritisierte Robert Reichling, Vorsitzender des Werberings, die Pläne. Seiner Meinung nach sollte der Bereich unberührt bleiben, ein Haltestellenumbau an dieser Stelle, dem "pulsierenden Herz" Fischelns, sei schlecht. "Wir sind pro barrierefrei - aber nicht an dieser Stelle", sagte Reichling. Er favorisierte, wie viele Fischelner im Publikum auch, die Zusammenlegung der Haltestellen Rathaus und Clemensstraße etwa in den Bereich vor der Sparkasse. Das wiederum ist eine Option, die die SWK ablehnt. "Die Einzugsgebiete und Fahrgastzahlen rechtfertigen an jedem Standort eine eigene Haltestelle", erklärte Heinz Josef Dellen. Diese hätten sich über 30 Jahre bewährt, die Laufwege von etwa 100 bis 150 Metern zu einer zusammengelegten Haltestelle wären für die Fahrgäste zu weit. Vorschläge aus dem Publikum, wie die Bahnen am rechten Fahrbahnrand halten zu lassen oder die Straßenbahn gar nicht mehr nach Fischeln fahren zu lassen und statt dessen einen Ringbus einzusetzen, seien planerisch nicht möglich oder sogar, so Guido Stilling, Geschäftsführer der SWK Mobil, zum Ringbus-Vorschlag "unverschämt". "Sorgfalt muss vor Schnelligkeit gehen", mahnte Reichling. Er sorgt sich, dass der finanzielle Druck wegen haushaltstechnischer Zwänge, die die Fahrbahndeckenerneuerung für 2016 notwendig macht, die Diskussion über das Gesamtkonzept für die Kölner Straße überlagert.

Quelle: RP 18.07.2015

Umbau der Haltdstellen Kölner Straße

In Fischeln wird weiter um die beste Lösung für den Umbau der Straßenbahn-Haltestellen an der Kölner Straße gerungen. In der Sitzung der Bezirksvertretung brachten CDU und SPD jetzt gemeinsam erneut einen Vorschlag ein, den die SPD bereits im März von der SWK prüfen lassen wollte, in der Sitzung aber wieder zurückgezogen hatte: Die Zusammenlegung der Haltestellen Clemensstraße und Rathaus etwa auf Höhe der Sparkasse.
"Aus zwei mach eins" war die griffige Formel, mit der Bezirksvertreter Benedikt Lichtenberg (CDU) den Gedanken auf den Punkt brachte. Bezirksvertreter Hans-Günter Koch (SPD) präzisierte den Vorschlag. Er habe sich an der Kölner Straße umgetan und fände es ideal, für die Einrichtung einer großen Haltestelle Standorte auf der Höhe der Sparkasse zu wählen, stadteinwärts bei einer Linie von der Hausnummer 532 bis zum Döner-Imbiss und stadtauswärts von der Hausnummer 533 bis zur Hausnummer 543.
Die Fraktion der Grünen wandte sich vehement gegen den Wegfall der Haltestelle Clemensstraße. Mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen erleichtere man vielen Menschen mit Behinderung den Einkauf in Fischeln, erschwere ihn zugleich wieder durch den Wegfall einer Haltestelle. Sowohl Lichtenberg wie auch Koch sahen ihrerseits einen Fußweg von etwa 100 Metern als keine unzumutbare Erschwernis für die Fahrgäste an.
Der Werbering Fischeln hatte am Tag vor der Sitzung des Gremiums einen eigenen Vorschlag eingebracht und vorgeschlagen, die Haltestelle Rathaus - laut SKW-Planung soll diese vor dem Rewe-Markt barrierefrei ausgebaut werden - Richtung Norden vor das Rathaus zu verlegen, um den Bereich am Rewe-Markt zu entlasten und den Wegfall von Parkplätzen zu verhindern. Zum neuen Vorschlag sagt Werbering-Chef Robert Reichling: "Diese Lösung wird vom Werbering Fischeln zwar nicht favorisiert, weil auch dadurch die Parksituation in der Kernzone der Fischelner Geschäftswelt verschlechtert wird. Sie wäre aber auf jeden Fall besser, als die von der SWK vorgesehene Haltestelle auf Höhe von Rewe mit allen bereits dargelegten Nachteilen." Der Werbering Fischeln plädiere dringend dafür, den barrierefreien Ein- und Ausstieg am Bürgersteig vorzusehen und nicht in Richtung Straßenmitte.

Nicht aus den Augen verlieren wollen die Fischelner auch die vom Bürgerverein und Werbering gemeinsam entwickelte Dorfplatz-Idee. Etwa auf Höhe der Volksbank, so der Vorschlag, soll im Zuge des Umbaus ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen. "Mit dem Dorfplatz könnte Fischeln in Zeiten knapper Kassen ein Leuchtturmprojekt verwirklichen, das die Kölner Straße und ihren Einzelhandel stärkt", sagte Lichtenberg. Die Verlegung der Haltestellen würde diesen Platz entlasten. Durch den Wegfall einer Straßenbahn-Haltestelle würde der Verkehrsfluss auf der Kölner Straße vor allem in den Stoßzeiten flüssiger.
Bei Enthaltung der Grünen beschloss die Bezirksvertretung schließlich einstimmig, einen Prüfauftrag für diesen Vorschlag an die Verwaltung zu erteilen. "Wir werden uns gemeinsam mit Planern die Situation vor Ort anschauen und analysieren", sagt SWK-Sprecher Dirk Höstermann, der gestern morgen von Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm (SPD) über die neue Situation in Kenntnis gesetzt wurde.
Grundsätzlich könne man aber sagen, dass das Zusammenlegen von zwei Haltestellen zu einer einzigen für die Fahrgäste immer unattraktiver sei, weil sie dann weitere Wege hätten. "Zumal die Fahrgäste ja nicht alle direkt an der Kölner Straße wohnen, sondern auch in Seitenstraßen und dann womöglich schon einen Fußweg von mehreren hundert Metern hinter sich haben", erklärt Höstermann.
Außerdem müsse in jedem Fall die Zustimmung der Bezirksregierung eingeholt werden. "Wir können nämlich nicht einfach so beschließen, eine Haltestelle stillzulegen."
Quelle: RP

SWK planen neue Niederflurhaltestellen

Von den 164 Halten im Streckennetz der Stadtwerke Krefeld (SWK) sind erst 16 behindertengerecht umgerüstet worden. Jetzt legen die Stadtwerke Pläne vor, welche acht Haltestellen in den kommenden beiden Jahren erneuert werden sollen. 4,3 Millionen Euro, davon 3,5 Millionen Euro Fördermittel, sollen in den Umbau der Haltestellen Schicks in Schicksbaum, Kapuzinerkloster und Inrath Siedlung, Bockum Friedhof, Grotenburg/Zoo, Stadtpark Fischeln, Fischeln Rathaus und Eichhornstraße investiert werden. Dies geht aus einer Unterlage für den Planungsausschuss (17 Uhr, Rathaus, Saal C 2) hervor, der sich erstmals in Gänze mit den neuen Plänen der Stadtwerke befasst.

Die Probleme bei den Haltestellen sind fast immer identisch: Hauptdefizite sind der fehlende Wetterschutz, schmaler Wartebereich und der Spalt zwischen Bordstein und Einstieg sowie die geringe Einstiegshöhe. Bisher liegen die alten Krefelder Bahnsteige auf einem Höhenniveau von 0 bis 12 Zentimetern. Da der Einstieg der neuen Niederflurbahn höher ist, kann die Bahn zum Beispiel von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden. Auch sind viele Haltestellen bisher weniger als 2,50 Meter breit und damit schmaler als in den Richtlinien vorgeben. Für den sinnvollen Einsatz der Niederflurtechnik ist es laut SWK notwendig, die Bahnsteighöhe auf 25 Zentimeter über Schienenoberkante anzuheben und das Spaltmaß zwischen Bahnsteig- und Einstiegskante im Türbereich auf sechs Zentimeter zu reduzieren.

Es gibt verschiedene Formen des Umbaus: Entweder werden die Bahnsteige neu mitten auf der Fahrbahn zu einer Mittelhaltestelle vereint oder, wo baulich nicht anders möglich, an den beiden Straßenrändern belassen. Außerdem gibt es kombinierte Bus- und Bahnhaltestellen, die im Regelfall direkt an Fußwege oder Radwege angrenzen. 40 Meter sollen die Haltestellen inklusive Rampe künftig im Regelfall lang sein, damit die Fahrgäste überall ein- und aussteigen können.

Die Pläne für die einzelnen Haltestellen in Fischeln im Detail:

Fischeln Rathaus
Es ist der wohl umstrittenste Haltestellenumbau: Geplant ist, dass die beiden Haltestellen versetzt angeordnet werden und die Fahrbahn neben den Gleisen angehoben wird, so dass die Fahrgäste barrierefrei ein- und aussteigen können. 431.000 Euro kostet die Maßnahme, von der die Planer sagen, dass es die "betrieblich und wirtschaftlich beste Lösung" sei. Zwar wird in Fischeln beklagt, dass direkte Zufahrten zu 30 Parkplätzen hinter Hafels/Krischer wegfallen. Die SWK aber betonen, dass die Parkplätze aus Richtung Süden noch erreicht werden können und die Autofahrer von den Parkplätzen aus weiter nach rechts abbiegen können. Auch 15 Parkplätze an der Kölner Straße fallen weg - die SWK glauben, dass so der Verkehr besser fließt. Sie betonen auch, dass mit dem Umbau der Haltestellen Eichhornstraße und Rathaus die Kölner Straße neues Asphaltpflaster erhält.