Aktiver Umweltschutz

Aktiver Umweltschutz wird immer wichtiger.
Das Thema Umweltschutz geht uns alle etwas an! Als "öffentliches Gut" ist die natürliche Umwelt für jedermann frei zugänglich. Infolge eine Ungleichgewichts der Nutzung und aufgrund der zunehmenden Wasser- und Luftverschmutzung wird die Gesundheit und der Lebensraum von uns allen gefährdet. Auch unsere Bürgerinnen und Bürger stehen in der Verantwortung, einer negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Bereits jetzt sind schon ca. 30 % der Flächen im Regierungsbezirk versiegelt.

Unsere Lebensqualtät in Fischeln muss erhalten und wo irgendwie möglich verbessert werden. Schützenswert sind unsere Natur, das Fischelner Bruch, unser Stadtpark und unsere Luftaustauschzonen zwischen den Bebauungen.

Aber auch die Lebensräume selten gewordener Tierarten dürfen durch die neuen Baumaßnahmen nicht bedroht werden. Gerade bei den aktuellen Plänen zu mehr Flugbewegungen über Fischeln, der aktuellen Verkehrssituation und den vorgesehenen neuen Wohngebiete darf der Umweltschutz nicht vernachlässigt werden.

Fotos BV

Der Naturschutzverband (BUND) will weiteren Flächenfraß vor allem in Fischeln verhindern. Der BUND akzeptiert die Ausweisung von Wohnbebauung südöstlich des Fischelner Friedhofs, soweit sie zwischen K-Bahn und Kölner Straße erfolgt und der Fischelner Dorfgraben sowie die Lindenallee südlich von Fischeln nicht beeinträchtigt werden. Die vorgeschlagenen Flächen östlich der K-Bahntrasse zwischen Oberbruchstraße, Grundend und Bachstraße hingegen werden von der Kreisgruppe massiv abgelehnt. Der Mensch greife bei diesem Vorhaben empfindlich in die sich dort erschreckende Mischzone von Fauna und Flora ein und vernichtet Lebensräume. Hierzu wird auf das Umweltgutachten zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplan hingewiesen. Darin ist die Rede von einem historisch gewachsenen reich strukturierten, in die Landschaft übergehenden Ortsrand, der einerseits ein wichtiger Luftkorridor sei und andererseits den Lebensraum des Steinkauzes mit Brutpaaren bedroht. (WAZ 29.05.2015)

Ausreichend Grünanlagen, wie z.B. unser Stadtpark, müssen auch in Zukunft zur Erholung und für die Freizeitgestaltung der Familien zur Verfügung stehen. Wir werden gemeinsam mit Ihnen darauf achten, dass Fischeln auch in Zukunft Lebensqualität behält.

Stadt plant Spazierwege in Feldern hinter Oppum
Am Fischelner Dorfgraben soll versucht werden im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens ein Biotopverbundsystem zu etablieren. Einzelne Landschaftselemente und Gewässerstreifen des Bösinghofer Buschgrabens und des Fischelner Dorfgrabens sollen in das Eigentum der Stadt überführt werden und dauerhaft gesichert werden. Neue Spazierwege könnten entstehen. Neben den Grünflächen sollen auch Hecken und Einzelbäume Platz finden. Durch die Anlage eines Wanderweges südlich der Donksiedlung soll die naherholungssuchende Bevölkerung die Schönheit des Gebiets erleben können. Er würde einen vorhandenen Trampelpfad ersetzen. Quelle RP 23.09.15

Reinigungsaktionen am Zunftbaum

So, der Zunftbaumplatz ist wieder klinisch rein. Der Bürgerverein hat sich im Mai 2015 an die Arbeit gemacht und den Platz von Unkraut und Müll befreit. Selbst die Allerkleinsten haben sich ins Zeug gelegt. Ein großes Dankeschön an die fleißigen Helfer!

Damit es rund um den Zunftbaum an der Kölner-/ Ecke Anrather Straße auch zum Schützenfest sauber aussieht, wurde der Platz von Mitgliedern des Bürgervereins Fischeln in einer weiteren Aktion gereinigt. Auf dem Foto der FiWo V. li.:Kalla Reiners (Geschäftsführer), Aggi Kleuters (Beisitzerin), Burkhard Wissmanns (Beisitzer), Gabriele Ingendae (Kassiererin) und Manfred Adam (stellvertretender Vorsitzender).

Auch die Bänke am Zunftbaum wurden im letzten Jahr nicht vergessen, Sie wurden unter tatkräftiger Mithilfe der Jugendwerkstatt neu gestrichen.

Ein neuer Wald für Fischeln

Der Wald in Fischeln wurde gepflanzt unter Mitarbeit der Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, des Bürgerverein Fischeln, des Fördervereins Fischelner Bruch sowie einiger Bürger und unter fachlicher Begleitung des Fachbereichs Grünflächen.

Einen neuen Wald zu pflanzen hat etwas Erhabenes - allein deshalb, weil es 50 Jahre dauert, bis der Wald, wie Fachleute es nennen, zur "höchsten ökologischen Wertigkeit" herangewachsen ist. In Fischeln ist nun ein Wald gepflanzt worden - und die Freiwilligen, die dort den Spaten geschwungen haben, haben die Grundlage für einen Generationenvertrag geschlossen: Denn erst die nächste Generation wird den neuen Wald in voller Schönheit sehen. Falls - so muss man einschränkend sagen - der Klimawandel den Planern nicht einen ungeahnten Strich durch die Rechnung macht. Diese Überlegung spielte bei der Auswahl der Pflanzen durchaus eine Rolle, erläuterte Bodo Meyer vom Grünflächenamt im Gespräch mit unserer Redaktion: "Wir haben Wuchsrassen des niederrheinischen Tieflands gewählt und gehen davon aus, dass unsere Bäume den Klimawandel ertragen werden", sagt Meyer. Ausgewählt wurden rund 1000 Stieleichen, 200 Feldahorne und 1000 Sträucher. Was genau an Klimawandel auf die Pflanzen zukommt und welche Folgen es für sie hat, ist noch nicht präzise absehbar. Da schauen auch Fachleute von heute mit etwas bangen Blicken in die Zukunft.

Zunächst ist der neue Wald auf einer rund 8000 Quadratmeter großen Wiesenfläche am Strümper Weg fachmännisch geplant. "Wir wollen den Wald stufig aufbauen", sagt Meyer. Die 1000 Stieleichen bilden quasi das Rückgrat; sie sind relativ eng gesetzt, damit sie astfrei hochwachsen. Gesäumt sind sie von 200 Feldahornen und 1000 Sträuchern. "Der Feldahorn wächst nicht so hoch wie die Stieleiche und bildet zusammen mit den Sträuchern einen Waldsaum", erläutert Meyer. So soll ein "Überlappungsbiotop" hin zur offenen Landschaft entstehen. "Diese Übergänge von Wald zum Feld sind sehr artenreich", betont Meyer. Der Streifen aus Sträuchern bietet besonders Vögeln guten Schutz und Lebensraum.

Der Feldahorn, erwähnt Meyer, ist auch der Baum des Jahres 2015. Dieser Baum ist ein Überlebenskünstler. Er macht in Deutschland gerade Karriere als Stadt- und Straßenbaum, schreiben Biologen. "Er bleibt mit 15 bis 20 Meter Höhe relativ klein, eignet sich daher auch für enge Straßen und Gärten, ist salz-, immissions- und ozontolerant. Er verträgt Bodenverdichtung, Hitze und intensive Sonnenstrahlung und ist trockenheitstolerant", heißt es etwa. Neben Trockenheit macht ihm auch Feuchtigkeit oder gar Überflutung wenig; das wiederum macht ihn zu einer idealen Pflanze für das von Natur aus eher feuchte Bruch. Die Ahorn-Früchte dienen Vögeln als Nahrung; er gilt auch als guter Lebensraum für Insekten und Pilze. Seine Heimat ist Mittel- und Südeuropa, in Deutschland wurde er durch Anpflanzungen heimisch. 50 Jahre müssen die Fischelner Spaziergänger nicht warten, bis der neue Wald waldähnlich aussieht. "In sechs bis sieben Jahren ist der Wald als Struktur sichtbar", sagt Meyer. Das erste Mal durchforstet wird das Waldstück in 15 Jahren: Dann werden einige Bäume weggenommen, um sogenannten Z-Bäumen mehr Luft und Licht zu geben; wobei Z für Zukunft steht. Der Kampf ums Dasein hat also mit dem Moment der Pflanzung begonnen.

Quelle: RP 11/15

Informationsveranstaltung zur Freiflächen und Grünordnungsplanung am 27.10.2015

Der Fischelner Bürgerverein lädt zu einem Informationsabend über die Freiflächen und Grünordnungsplanung sowie die neue Straßenreinigungsverordnung der Stadt Krefeld.

Im Rahmen der Freiflächen– und Grünordnungsplanung der Stadt Krefeld sind Veränderungen und Erweiterungen geplant, die auch Fischeln betreffen. Der Fischelner Bürgerverein hatte am 27. Oktober 2015 zu einem Informationsabend in den Fischelner Burghof ein, der auch über Standorte für Flächen, die für die Freizeit vorgesehen sind, Spielplätze, die saniert werden, oder wo neue Spielplätze entstehen informierte.
Fischeln soll weiter wachsen, aber dies muss im Einklang mit dem Natur– und dem Landschaftsbild geschehen. Die wichtigsten Eckpunkte der aktuellen Straßenreinigungsverordnung werden ebenfalls vorgestellt. Referenten sind Heino Thies vom Fachbereich Grünflächen der Stadt Krefeld und Helmut Döpcke, Fachbereich Umwelt, Stadt Krefeld. Quelle City Anzeigenblatt 2015