Maßvolle Neugestaltung erforderlich

Der Bürgerverein Fischeln kümmert sich auch um verkehrspolitische Themen um Schwierigkeiten offen anzusprechen. Wir agieren hier als Verbindungsglied zwischen Bürger und Stadt. Im Rahmen der anstehenden Sanierung der Kölner Straße sollte das verkehrspolitische Konzept die aktuelle Verkehrssituation angemessen berücksichtigen.

Die Verkehrsbelastung in Fischeln ist für viele Bürger ein Ärgernis. Mit einer täglichen Belastung von über 12.000 Kraftfahrzeugen hat die Kölner Straße bereits heute ihre Leistungsfähigkeit erreicht. Dabei wird sie in hohem Maß durch ortsfremden Durchgangsverkehr (ca. 30%) belastet. Ältere Bürger und Eltern mit Kindern sorgen sich um Ihre Sicherheit. Auch für Fahrradfahrer ist es nicht einfach, da viele Schlaglöscher für Radfahrer auf den Straßen gefährlich sind..

Einen ganz anderen Gefahrenpunkt für die Querungsmöglichkeiten für Schüler zum Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium besteht an der Einmündung der Johannes-Bluhm Straße. Auch an vielen anderen Stellen im Fischeln muss etwas getan werden. Ebenso gilt dies für die Parkplatzsituation, insbesondere wenn Fischeln weiter wachsen soll.

Foto BV

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Maßnahmen zur Optimierung sollten erörtert werden

Aufgrund der aktuellen Ampel-Schaltungen kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen. Durch die zeitgleiche Grünphase für Kraftfahrer und Fußgänger an der genannten Kreuzung, entstehen durch Linksabbieger in Fahrtrichtung Krefeld Rückstaus.

Da an der Ecke Kölner Str./Anrather Str. keine zeitlich versetzte Ampelschaltung (in Höhe Zunftbaum) besteht, wird der Rückstau durch weitere Linksabbieger in die Anrather Str. erheblich verstärkt. Auch hier sollte eine Änderung erfolgen.

Der Bürgerverein Fischeln hat sich in seinen letzten Sitzungen im Zusammenhang mit den anstehenden Sanierungsmaßnahmen auf der Kölner Straße erneut auch mit der Ampelschaltung an dieser Kreuzung und mit den dadurch entstehenden Problemen, den Verkehrsfluss betreffend, beschäftigt.

An der Kreuzung Clemensstraße Ecke Kölner Straße stellt sich die Situation wie folgt dar: Während einer relativ langen Zeitspanne zeigt die Ampelanlage für den die Kölner Straße querenden Verkehr (Clemensstraße bzw. Wilhelm-Stefen-Straße) gleichzeitig Rot für Autoverkehr und Fußgänger. Autos, die von der Clemensstraße auf die Kölner Straße in Richtung Innenstadt abbiegen wollen, müssen auf die Fußgänger warten, die die Kölner Straße queren. Zudem staut sich der Verkehr auf der Kölner Straße, bedingt durch die links in die Anrather Straße abbiegenden Fahrzeuge, die den Gegenverkehr passieren lassen müssen.

Der Bürgerverein plädierte schon 2013 dafür, die Steuerung der Ampelanlage zu verändern, um einen besseren Verkehrsfluss durch Fischeln zu schaffen.

Sinnvoll wäre es, die Ampelschaltung dahingehend zu verändern, dass alle Fußgänger Grün haben, während einer Rotphase des Autoverkehrs für alle Richtungen gleichzeitig. Dadurch könnte der links abbiegende Verkehr einen besseren Durchfluss haben und es käme nicht zur Verstopfung der Kreuzung. Dies alles würde zur Entlastung der Straße und der Umwelt führen. Diese Vorschläge haben wir der Stadt Krefeld unterbreitet.

Der Geschäftsbereich Umwelt, Sport, Gesundheit und Grünflächen hat sich zur Problematik geäußert:
Es handele sich bei dieser Ampelanlage um „eine verkehrsabhängige Signalsteuerung mit ÖPNV-Beschleunigung“. Fußgänger und Radfahrer an der Kreuzung Kölner Straße, Anrather Straße fordern eine Grünphase an und griffen somit „nicht grundsätzlich in das Verkehrsgeschehen ein“. Der Stadt ist das erhöhte Verkehrsaufkommen auf der Kölner Straße bekannt. Durch ihre Nähe zur Autobahn und durch das „ÖPNV-Beschleunigungsprogramm“, mit dem die Kölner Straße ausgestattet ist, muss die Straße erhebliche Mengen an Verkehrsteilnehmern abwickeln. Die Nebenstraßen sind der Hauptstraße untergeordnet. Es wurde auch überprüft, ob ein Fehler bei den Induktionsschleifen vorliegt und die Signalanlage, bzw. deren Steuerung wurde auch getestet und es lag keinerlei Störung vor. „Eine längere Grünphase für die Clemensstraße würde den Verkehrsfluss auf der Kölner Straße (..) noch weiter verschlechtern“ so die Argumentation der Stadt. Sie sagt, dass sich das sog. „Zwei-Phasen-System“ bewährt habe. Und morgendliche Rückstaus auf der Clemensstraße lösten sich schon nach wenigen Umläufen wieder auf.

Der Bürgerverein hat noch einmal nachgehakt und angemerkt, dass nur theoretisch 4 – 5 Fahrzeuge über die Ampel kämen und im morgendlichen Berufsverkehr die Situation sich ganz anders darstelle. Wir schlugen vor, dass eine separate Grünschaltung für alle Fußgänger oder aber eine versetzte Grünschaltung an der Clemensstraße und der Wilhelm-Stefen-Straße Abhilfe bringen würde.

Auf diesen Vorschlag hin hat die Stadtverwaltung geantwortet. Seit 2002 wird eine sog. „Rundum-Grün-Schaltung“ für Fußgänger nicht mehr eingerichtet. Die Polizei hat an diesen Kreuzungen eine erhebliche Erhöhung der Gefährdung von Fußgängern festgestellt und der Kfz-Verkehr könne auch nicht mehr so gut fließen. Diese Art der Ampelschaltung verleite zum „Diagonalqueren“, diese sei nicht „regelkonform“. Die Stadt weist auch hier auf eine erhöhte Unfallgefahr für Fußgänger hin.

Eine von uns vorgeschlagene versetzte Schaltung an der Clemensstraße und der Wilhelm-Stefen-Straße könne nicht realisiert werden, da der ÖPNV und auch der Kfz-Verkehr verschlechtert werde.

Auch eine kleine Veränderung der Signalsteuerung könne nicht von der Verwaltung durchgeführt werden. Es müsse ein Ingenieurbüro, das die Planung bearbeitet hat, und die Signalbaufirma zur Programmierung des Steuergerätes beauftragt werden. Dies verursache Kosten von ca. 8000,- €. Dieses Geld steht im Krefelder Haushalt nicht zur Verfügung.

Neue Niederflurhaltestellen in Fischeln

Seit sechs Jahren fahren in Krefeld neue Straßenbahnen, doch längst nicht alle Haltestellen sind für die behindertengerechte Niederflurtechnik bereit. In Fischeln handelt es sich um die Haltestellenam Stadtpark, Fischeln Rathaus und die Haltestelle Eichhornstraße.

Mit den Plänen der SWK hatte sich am 23.09.15 der Planungsausschuss im Rathaus befasst. Der Umbau der Haltestelle Rahthaus ist umstritten. Die SWK bleiben bisher bei ihren Plänen.

Die Probleme bei den Haltestellen sind fast immer identisch: Hauptdefizite sind der fehlende Wetterschutz, schmaler Wartebereich und der Spalt zwischen Bordstein und Einstieg sowie die geringe Einstiegshöhe. Bisher liegen die alten Krefelder Bahnsteige auf einem Höhenniveau von 0 bis 12 Zentimetern. Da der Einstieg der neuen Niederflurbahn höher ist, kann die Bahn zum Beispiel von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden. Auch sind viele Haltestellen bisher weniger als 2,50 Meter breit und damit schmaler als in den Richtlinien vorgeben. Für den sinnvollen Einsatz der Niederflurtechnik ist es laut SWK notwendig, die Bahnsteighöhe auf 25 Zentimeter über Schienenoberkante anzuheben und das Spaltmaß zwischen Bahnsteig- und Einstiegskante im Türbereich auf sechs Zentimeter zu reduzieren.Mehr zu den Plänen:
SWK planen neue Niederflurhaltestellen

Die aktuelle Umfrage im Zusammenhang mit der Verlegung der Haltestelle der Straßenbahn und Erneuerung der Fahrbahn zeigt, wie schwierig die Situation geworden ist. Viele Bürger befürchteten darin negative Auswirkungen auf die Verkehrssituation. Selbstverständlich steht der Bürgerverein der Einrichtung eines barrierefreien Zugangs zur Straßenbahn positiv gegenüber. Eine Vielzahl von Interessen wollen aber berücksichtigt werden. Wir sind seit Jahren bemüht im Dialog mit den beteiligten Stellen die Wohn- und Lebensqualität in Fischeln zu verbessern. Der Bürgerverein Fischeln nimmt hierzu Ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge gerne entgegen.