Henricusstraße

Henricus war der früheste Pfarrer, über den uns Nachrichten erhalten sind. Henricus "Pastor zu Vischele", war in Fischeln von 1272 bis 1314. Mit der "Henricusstraße" ehren wir aber auch den Pfarrer Wilhelm Heinrich Heinrichs, der von 1844 bis 1857 Pfarrer in Fischeln war. Er legte 1851 den Grundstein zur jetzigen "Alten Schule" auf dem Marienplatz. Fischeln hatte damals 2.577 Einwohner.

1853 weihte Pfarrer Heinrichs den noch heute bestehenden Friedhof an der Eichhornstraße ein. Die Mauer, die den Friedhof von der Eichhornstraße trennt, wurde mit Steinen erbaut, die von der Clemenskirche unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. Das erste Hauptkreuz auf dem Friedhof, das so genannte Dieberskreuz, aus dem Jahre 1789, wurde ebenfalls von der Pfarre zur Verfügung gestellt, es ist jetzt das Mittelstück der Priestergruft. Bei all' diesen Schenkungen hatte Pfarrer Heinrichs seine Hand im Spiel. Bis zum Jahre 1853 waren Friedhofsangelegenheiten in Fischeln Sache der Kirche. Erst mit diesem neuen Friedhof übernahm die Zivilgemeinde Fischeln die Friedhofsangelegenheiten. Was lag da näher, als daß Bürgermeister und Pfarrer sich einigten und gemeinsam den neuen Friedhof planten und ausführten. So wurde auch die erste für den "Neuen' Friedhof geltende Begräbnisordnung von Pfarrer Heinrichs und Bürgermeister Kommers entworfen.