Evonik-Adler-Ehrenpreis 2017 für Erich Jäger

Foto: Adler  Im Bild Ehrenpreisträger Erich Jäger eingerahmt von Evonik-Standortleiterin Kerstin Oberhaus und Hans Krüppel, erster Vorsitzender DJK Adler Königshof.

Foto: Adler Im Bild Ehrenpreisträger Erich Jäger eingerahmt von Evonik-Standortleiterin Kerstin Oberhaus und Hans Krüppel, erster Vorsitzender DJK Adler Königshof.

Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Handball-Schiedsrichter, Spielwart und Vorsitzender der Technischen Kommission im Handballkreis Krefeld-Grenzland und Handballverband Niederrhein erhält der 78-jährige Erich Jäger den EvonikAdler-Ehrenpreis 2017.

Den Evonik­Adler­Ehrenpreis erhielt im Rahmen einer bereits traditionellen Kabarettveranstaltung im Krefelder Kasino der Evonik Industries eine „stille“ Größe: Erich Jäger. Der 78­Jährige wurde für sein langjähriges Engagement im Handball für den Kreis Krefeld­Grenzland, dem Handballverband Niederrhein und dem Westdeutschen Handballverband geehrt. Noch heute digital unterwegs, betreut Jäger das Internetportal. Die Laudatio hielten Evonik­ Standortleiterin Kerstin Oberhaus und DJKVorsitzender Hans Krüppel. Wolfgang Müller, 10. Ehrenpreisträger, schloss sich an und verdeutlichte in herzlicher Mundart die Wichtigkeit des Ehren-Amtes in unserer Gesellschaft. Bescheiden bedankte sich Jäger für die Ehrung und mahnte in einer kurzen Rede, dass das Wörtchen „Danke sagen“ leider für viele ein Fremdwort geworden sei. Persönlich wünsche er sich für jeden Ehrenamtler einen solch‘ großartigen Preis. Neben dem „Adler“ konnte zum ersten Mal ein Preisträger eine Krawatte in Empfang nehmen, gestiftet vom Haus der Seidenkultur. Weiter ging es mit dem Kabarettisten Mathias Tretter (46). In seinem brandneuen Soloprogramm von „POP bis Populismus“ widmete sich der Franke mit Wahlheimat Leipzig dem Irrsinn der postdemokratischen Gesellschaft – polemisch, aktuell, unterhaltsam und klug

„Erich Jäger ist ein leuchtendes Vorbild für das Ehrenamt. Er war mehr als 40 Jahre Handball-Schiedsrichter und hat als Spielwart den Spielbetrieb im Handballkreis Krefeld-Grenzland und im Handballverband Niederrhein koordiniert. Viele Stunden seiner Freizeit, unzählige Wochenenden hat er dem Ehrenamt gewidmet. Ein Einsatz, der nicht selbstverständlich ist, aber sehr wichtig für die Vereine und die Gesellschaft“, so Standortleiterin Kerstin Oberhaus. Der Handball war es auch, der den gebürtigen Duisburger Erich Jäger 1963 dazu bewog, nach Krefeld umzuziehen. Zuerst spielte er beim TuS Treudeutsch 07 Lank in Meerbusch, danach folgten ehrenamtliche Positionen im Kreis und Verband. „Zu meinen Aufgaben bin ich gekommen, weil ich Kritik geübt habe“, sagt er. „Aber immer konstruktiv. Und nur weil ich auch bereit war, es besser machen zu wollen“, fügt er hinzu. Als Spielwart war er zuständig für alle Planungen rund um den Spielbetrieb. Wenn es Spielausfälle gab, mussten Ersatztermine gefunden werden. Wenn Hallen nicht bespielbar waren, mussten alternative Räume gebucht werden. Zudem organisierte er Sichtungscamps für den Nachwuchs. „Eine abwechslungsreiche Aufgabe, die mir sehr viel Freude bereitet hat“, so der Vater zweier erwachsener Söhne. Seit 1999 ist der ehemalige IT-Fachmann im Ruhestand. Er betreute bis Ende 2016 noch das Internet des Handballverbands und programmiert leidenschaftlich gerne verschiedene Anwendungen. Zahlen sind sein Ding, aber „Geburtstage kann ich mir einfach nicht merken“, schmunzelt er.

Dem Handball ist er heute nur noch als Zuschauer verbunden. Sehr gerne schaut er sich Spiele seines Stammvereins TuS Td 07 Lank und auch von DJK SV Adler Königshof an und trifft die alten Vereinskameraden. Darüber hinaus geht er dreimal wöchentlich ins Fitnessstudio – das er praktischerweise sogar im eigenen Haus in Krefeld-Fischeln hat. (Quelle FiWo)