Kriminalität in Krefeld

Der Polizeipräsident im Gespräch mit Fischelner Bürgern

Am 19. April 2018 nahm der Polizeipräsident der Stadt Krefeld, Rainer Furth, auf Einladung des Bürgervereins Fischeln die Möglichkeit wahr, im Burghof über die Entwicklung der Kriminalität in Krefeld – und vor allem in Fischeln – zu berichten.

Er erläuterte anhand statistischer Erhebungen, dass die Kriminalitätsrate in Krefeld rückläufig sei. Lediglich in den Bereichen Schwarzfahren und Wohnungseinbruchsdiebstahl sei eine Steigerung auf geringem Niveau festzustellen. Es gebe in NRW keine Großstadt mit schnelleren Einsatzreaktionszeiten als Krefeld (diese liegt im Durchschnitt bei 3,14 Minuten). Von ca. 100.000 Einsatzanlässen pro Jahr handelt es sich in ungefähr einem Viertel der Fälle um tatsächliche Straftaten. Die Aufklärungsrate beträgt 57 % (2017).

Im Bewusstsein vieler Bürger deckt sich jedoch diese positive Entwicklung der Zahlen nicht mit ihrem subjektiven Gefühl von Sicherheit. Daher wollte der Polizeipräsident aus erster Hand von den Anwesenden wissen: „Warum fühlt sich das für den Bürger nicht so an?“

Es wurden zwei mögliche Hauptgründe seitens der Fischelner Bürger genannt; dies sind erstens die Patienten, die regelmäßig einen Arzt auf der Kölner Straße aufsuchen, um Methadon zu erhalten. Der Polizei ist dieses Problem bekannt. Von den 1542 Straftaten in Fischeln im vergangenen Jahr seien jedoch nur 94 in diesem Bereich der Kölner Straße zwischen Hafelsstraße und Eichhornstraße verübt worden.

Zweitens lese man häufig in der örtlichen Presse über Einbrüche, nicht nur in Fischeln. Anhand einer Häufigkeitskarte von Einbrüchen in Krefeld wurde veranschaulicht, dass die meisten Einbruchsdelikte die Innenstadt betreffen und Fischeln auf einem vergleichbaren Niveau wie die anderen Vororte liegt. In die Statistik fließt außerdem auch jeder versuchte, jedoch vorab abgebrochene oder nicht erfolgreiche Einbruch ein. Es sei ausdrücklich seitens der Polizei gewünscht, dass alle Einbrüche und Taschendiebstähle, also die sogenannte Straßenkriminalität, bekanntgemacht werden. Dies solle dazu führen, dass die Bürger für diese Delikte sensibilisiert werden. Auch ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis erschwere Einbrechern das Leben.

Der Abend endete mit dem Appell des Polizeipräsidenten, besonders aufmerksam zu sein und alles, was einem auf der Straße verdächtig vorkommt, sofort der Polizei zu melden.

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende des Bürgervereins, Reiner Schütt, im Namen der Fischelner Bürger für den informativen Vortrag und die anschließende Diskussion mit einer Bürgervereinskrawatte.