Sitzungen der Bezirksvertretung

Bezirksvertretung in Fischeln

Nach der Gemeindeordnung des Landes NW (GO NW) sind alle kreisfreien Städte, also auch Krefeld, dazu verpflichtet, ihr Stadtgebiet in Stadtbezirke einzuteilen und Bezirksvertretungen einzurichten. Gesetzesgrundlage für die Einrichtung von Bezirksvertretungen ist § 35 GO NW. Soweit nicht der Rat nach § 41 Abs. 1 ausschließlich zuständig ist, entscheiden die Bezirksvertretungen unter Beachtung der Belange der gesamten Stadt und im Rahmen der vom Rat erlassenen allgemeinen Richtlinien in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den jeweiligen Stadtbezirk hinausgeht. Hierzu gehören z.B. Unterhaltung und Ausstattung der im Stadtbezirk gelegenen Schulen und öffentlichen Einrichtungen, wie Sportplätze, Altenheime, Friedhöfe, Büchereien und ähnliche soziale und kulturelle Einrichtungen, kulturelle Angelegenheiten des Stadtbezirks einschließlich Kunst im öffentlichen Raum, Heimat- und Brauchtumspflege im Stadtbezirk, Pflege von vorhandenen Paten- oder Städtepartnerschaften. Es sind außerdem regelmäßige Einwohnerfragestunden eingerichtet.

Bürgersprechstunde im Fischelner Rathaus

Regelmäßig findet eine Bürgersprechstunde mit der Fischelner Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm im Rathaus, Kölner Straße (Erdgeschoss, Zimmer 3) statt. Im persönlichen Gespräch können Wünsche und Anregungen zu bezirklichen Themen erörtert werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die nächsten Sitzung mit Einwohnerfragestunde ist am 23..04.2020.

35. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 5. Februar

Zu Beginn der Sitzung berichtete Dirk Czymai vom Bürgerservice e der Stadt, dass der Verwaltungsleiter im Fischelner Rathaus Bernd Weinberg zwei Tage vorher aus seinem Büro heraus ins Krankenhaus gekommen ist. Eine exakte Diagnose steht noch aus. Die BzV und die FiWo wünschen dem überaus agilen Verwaltungsbeamten gute Genesung. Aus dem genannten Grund heraus konnten auch keine Informationen zu vorherigen Anfragen gegeben werden. Für das aktuelle Sitzungs Protokoll war die Verwaltungsleiterin Christina Schemann von der Verwaltungsstelle Uerdingen kurzfristig eingesprungen.

Sanierung Wehrhahnweg
Die Fahrbahn des Wehrhahnwegs zwischen Sachsenweg und Limbourgstraße in Stahldorf ist marode und nach Aussage des Kommunalbetriebs (KBK) nicht mehr zu reparieren, sondern muss von Grund auf mit Warmasphalt saniert werden. Der entsprechende Antrag von SPD, Grünen und der Linken wurde einstimmig angenommen. Falls dafür zzt. keine Mittel verfügbar sind, soll er auf die Tagesordnung des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Mobilität und von dort ins Sanierungsprogramm der Stadt aufgenommen werden. In der Bürgerfragestunde wurde ergänzt, dass auch der Bürgersteig der nahen Thüringer Straße und an der Kirche viele Stolperstellen hat.

Stolperstellen auf der Kölner Straße
In der Bürgerfragestunde monierte Wiebke Billecke, dass die vielen Stolperstellen auf den Bürgersteigen und die holprigen Querungen über die Straße hinweg im Zentrum von Fischeln immer noch bestehen. Stromversorgung auf dem Marienplatz Bei Schützenfesten, Kirmessen, Wochenmärkten und anderen Veranstaltungen muss mit der dafür notwendigen Stromversorgung häufig improvisiert werden, weil lediglich ein Verteilkasten vorhanden ist, der nur für die Wochenmärkte gilt. Auf Antrag der SPD, Grünen und Linken beschloss die BzV die Stadt aufzufordern, die Installationen entsprechen der Bedarfe zu erweitern.

Bezirksbezogene Haushaltsmittel
Die Stadt Krefeld stellt jährlich entsprechen der Gemeindeordnung (GO) für Bedürfnisse vor Ort bezirksbezogen Gelder zur Verfügung. Für den Bereich des Verwaltungsbezirks Fischeln stehen, wie bisher, 5120 Euro bereit, die von der BzV verwendet bzw. weitergegeben werden.
Vorschläge der BzV zur Vergabe der Mittel:
– Förderverein Markusjugend e.V. 250 Euro
– Jugendzentrum Fischeln 200 Euro
– Kinderkarnevalszug Stahldorf 250 Euro
– ASB-Quartierprojekt „Leben mit Demenz: Kultur, Tanzen“ 1.000 Euro
– Kinder-Uni Zweistein e.V. Königshof 1.500 Euro
– „Bunte Luftballons Krützboomweg e.V.“ (KiTa) 1.500 Euro
– Stahldorf blüht 220 Euro
– Sankt Martin 200 Euro.

Da der Krefelder Haushalt noch nicht verabschiedet worden ist, können sich noch kleine Änderungen ergeben und außerdem verzögert sich dadurch die Auszahlung.
Nächste Sitzungen: jeweils um 17 Uhr; Einwohnerfragestunde um 18 Uhr: – 36. Sitzung am 23. 4. mit möglichen Themen: neue Straßen im Campus Fichtenhain und Gutachten zur Rheinbahn – 37. und letzte Sitzung in dieser Legislaturperiode am 25. 6. 20 – 1. Sitzung nach Kommunalwahlen 5. 11. 20 – 2. Sitzung 17. 12. 20 (Quelle FiWo LN)

34. Sitzung der Bezirksvertretung Fischeln (BZV) am 19.Dezember 2019

Themenschwerpunkt der letzten Sitzung im Jahr 2019, für die die BzV-Vorsitzende Doris Nottebohm Getränke, Plätzchen und für jeden Besucher einen Schoko-Weihnachtsmann aus eigener Tasche gekauft hatte, war die beklagenswerte Verkehrssituation in Fischeln. Die Parteien SPD, Grüne, Linke und CDU hatten dazu mehrere Anträge eingereicht, die kurz und zusammenhängend beraten wurden. Außerdem hatten vor Sitzungsbeginn die vier Fischelner Mitglieder im städtischen Seniorenbeirat eine Petition an die BzV mit der Forderung übergeben, die Straßen und Gehwege von Stolperstellen und Barrieren, die für Gehbehinderte teils unüberwindbar sind, zu befreien.

Stolperstellen und Gefahrenstellen in Fischeln
Im Spätsommer haben die vier Mitglieder im Krefelder Seniorenbeirat bei einem intensiven Rundgang durch Fischeln die Gefahrenstellen für Gehbehinderte, Rollstuhl- und Rollatorfahrer ermittelt. Dabei haben sie 21 fehlende, ebenerdige Querungshilfen an Bürgersteigen über Fahrbahnen hinweg festgestellt, an denen die Bürgersteinkanten dringend abgesenkt werden müssen. Das Gebiet reicht von der Anrather Straße, Erkelenzer Straße und Marienstraße zur Clemensstraße, Kölner Straße und weiter bis zum Friedhofseingang. Außerdem wurde 11 erhebliche Mängel an Bürgersteigen und Straßen festgestellt. So werden die Bürgersteige auf der Hafelsstraße entlang des Rathausgartens und auf der Kölner Straße vor der Gaststätte „Am Rathaus“ als lebensgefährlich eingestuft. Überhaupt weist der gesamte Kreuzungsbereich vor dem Rathaus viele Stolperstellen auf. Die Holzbrücke auf dem Friedhof ist bei Regenwetter gefährlich rutschig und der K-Bahn-Weg südlich der Hees hat gefährliche Querrillen. Abstellplätze für Räder fehlen am Rathaus, die vorhandenen am Clemensmarkt behindern Rollstuhlfahrer und an Saassen- und Odenthalstraße gibt es, statt Bürgersteige nur Trampelpfade.

Umgestaltung der Haltestelle Rathaus Fischeln, Stadtpark und Eichhornstraße
Die SWK MOBIL GmbH wird demnächst diese drei Haltestellen barrierefrei umgestalten. Dazu ist noch eine „Schalltechnische Untersuchung“ bei einem Ingenieurbüro anhängig. Das ausstehende Gutachten des Gesamtstraßenlärms wird im kommenden Februar vorliegen. Sofort danach wird eine Stellungnahme bzw. eine Genehmigung bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt. In 3 bis 4 Jahren wird vermutlich gebaut werden. Zweitgleich wird dann die Ampelanlage am Rathaus mit besseren Durchfahrtzeiten erneuert werden.

Anträge zur Verbesserung der Verkehrslage in Fischeln
Als Forderung, als Vorschlag oder/ und als Bitte um Überprüfung wurden von SPD, Grünen, Linken und CDU folgende Eingaben einstimmig vorgelegt:
– Tempo 30 auf der restliche Hafelsstraße von der Bessemerstraße bis Rathaus (bei 4 Gegenstimmen so angenommen);
– vorhanden 30-km-Begrenzung auf der Willicher Straße wird häufig missachtet: deshalb Forderung nach geeigneten Kontrollen;
– die bereits bestehende Machbarkeitsstudie über die Siedlungsentwicklung entlang der K-Bahn, die im Planungsausschuss bereits behandelt und von ihr veröffentlicht wurde, soll in der BzV vorgestellt werden;
– die Verwaltung soll prüfen, ob es möglich ist, an der Kreuzung mit der Marienstraße über die Anrather Straße hinweg einen Zebra streifen einzurichten;

– Bürgersteigabsenkungen sind bei Kreuzungen erforderlich: an Erkelenzer Straße (Grevenbroicher Str., Kimplerstr. und Haltestelle) sowie an Kölner Straße (Hafelsstr. und Wilhelm-Stefen-Str.) sowie an der Marienstr. (Hafelsstraße); – Radstreifenmarkierungen an Rosen, Dohmen und Anrather Straße müssen erneuert werden; – die Verwaltung möge prüfen, ob es möglich ist, Fahrradabstellmöglichkeiten auf der Kölner Straße zwischen Rathaus und Hees einzurichten; – die Verwaltung soll prüfen, ob es möglich ist, die die Marienstraße zwischen Clemens- und Anrather Straße als falsche Einbahnstraße einzurichten mit beidseitigem Verkehr, aber mit dem Verbot der Einfahrt von der Anrather Straße aus;

– Geschwindigkeitskontrollen und verkehrslenkende Maßnahmen für Lkw sind auf der Anrather Straße nötig;
– Tempo 30 auf der Kimplerstraße von der Breuershofstraße aus Richtung Neptun wird gefordert;
– Rad- und Autoverkehr in Fischeln optimieren, dazu einen Workshop einrichten. Zusätzlich sollen diese Themen in die „Ideenwerkstatt“ eingebracht und mit Bürgern ausdiskutiert werden. Was davon wie und wann erfüllt werden kann, wird die Verwaltung sukzessive der BzV mitteilen.

Schulverbund der Grundschulen Wimmersweg und Stahldorf wird aufgelöst
Die beiden Fischelner Grundschulen am Wimmersweg und an der Vulkanstraße in Stahldorf wurden mit dem Schuljahr 2015/16 wegen damals sinkender Schülerzahl als Verbundschule zusammengelegt und erhielten den gemeinsamen Namen „Grundschule am Stadtpark Fischeln“. Im Rahmen der jetzigen Prognosen werden die Schülerzahlen allerdings wieder steigen. Deshalb soll dieser Verbund am 1. 8. 21 wieder aufgehoben, beiden Schulen getrennt, an der GSch Vulkanstraße (Offenen Ganztagsschule) zusätzliche Klassen eingerichtet und mehr Personal bereitgestellt werden.

Informationen

– Fahrraddiebstähle sind in Fischeln in der letzten Zeit von 11 auf 45 angestiegen.
– Die FDP in der BzV hatte im September angeregt, die hässlichen Verteilkästen am Rathaus zu beseitigen. Inzwischen hat die Post ihren Schrank entfernt. Die beiden anderen sind Steuerkästen, die dort bleiben müssen. Allerdings sollen sie farblich verschönert werden.
– Die jetzige Erhöhung der Geschwindigkeit von 50 auf 70 km/h auf der Untergath führt zu flüssigerem Verkehr mit weniger Halt und erneutem Anfahren.

Einwohnerfragestunde
In den Einwohnerfragestunden können Bürger Anfragen an die BzV und an die Verwaltung stellen, die dann sofort oder in einer der nächsten Sitzungen der BzV beantwortet werden. Nach der neuen DatenschutzGrundverordnung dürfen Name und Adresse nur erfragt werden, wenn die Bürger schriftlich damit einverstanden sind. Zutreffendenfalls erhalten sie dann auch schriftlich Antworten.

Während der aktuellen Sitzung wurde von Seiten der Fischelner Vereine der BzV und den dortigen Parteien Dank für die gute Zusammenarbeit ausgesprochen. Allerdings wurde auch Kritik laut, weil Löcher in der Straße Wehrhahnweg noch immer nicht ausgebessert sind.

Gegen die vorgesehen Ansiedlung einer Schuttverwertungsanlage an der Breuershofstraße klagen zzt. Anlieger. Ein Gerichtsurteil steht noch aus, und der Ausgang ist offen.

Beklagt wird von Anliegern die geplante Bebauung der Wiese Dohmenstraße/ Kütterweg nach Bebauungsplan 832 mit 9 WE. Einst war beabsichtigt, dort eine KiTa zu errichten. Jetzt werden verdeckte Machenschaften vermutet. Als Beschwerdeadresse ist die BzV allerdings nicht die optimale Stelle. Besser ist es für Bürger, gegen einen neuen oder geänderten Bebauungsplan bei dessen Auslage fristgerecht Widerspruch einzulegen.

Nächste Sitzung, 5. Februar 2020: Bei der Fülle der oben genannten Wünsche, lohnt es sich besonders für politisch interessierte Bürger die BzV-Sitzung(en) zu besuchen.
(Quelle FiWo, LN)

33. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 25. September

Zu Beginn der Sitzung wurde Karl Heinz Renner von den Grünen als Nachfolger der seit dem 30. Juni ausgeschiedenen Anja Cäsar als Bezirksvertreter eingeführt und vereidigt. Mit ihr war auch die Funktion der Stellvertreterin der Vorsitzenden vakant. Im Laufe der Sitzung wurde dann Karsten Ludwig von den Grünen im zweiten Wahlgang zum Stellvertreter mit 8 Stimmen von 15 gewählt. Krefelder Haushaltentwurf 2020 Für den Bereich Fischeln sind darin u.a. folgende Maßnahmen enthalten:

– Neubau eines Radweges Strümper Weg 2020
– Südwestumgehung Ausbau ab 2021 (Vorbereitung ab 2019)
– neue Kindertagesstätte Weidenröschenweg 2020/21
– Radwegerneuerung Anrather Straße zwischen Krützboomweg und Breuershofstraße 2019/20

Zu dem Haushaltsentwurf 2020 stellte die BzV auf Antrag von SPD, Grünen und Linke folgende weiterführende Anträge:

– Verstärkte Neu- und Ersatzpflanzung von Bäumen, weil der Baumbestand klimabedingt zurückgegangen ist
– Barrierefreiheit der Gehwege an Kreuzungen herstellen
– den Fußweg Hafelsstraße zwischen Rathausgarten und Marienstraße erneuern

Bezirksbezogene Haushaltsmittel
Die einzelnen BzV in Krefeld erhalten von der Stadt zzt. jeweils jährlich 5.120 Euro zur eigenen Verwendung, die im Allgemeinen für besondere Projekte an Vereine, Institutionen usw. weitergegeben werden. Bisher hat bei der BzV Fischeln lediglich der ASB ein besonders Projekt angemeldet und dafür um Unterstützung gebeten.

Baumaßnahmen in Fischeln
Es könnte sein, dass sich Fischeln demnächst für längere Zeit zu einer einzigen Baustelle entwickelt. Neben mehreren KiTa-Erweiterungen und einem Neubau sowie der Süd-West-Umgehung mit dem Beginn des dortigen Baugebietes einschließlich mehrerer Radwegsanierungen und dem Neubau am Strümper Weg sind weiter Baumaßnahmen angekündigt:

– Bebauungsplan 832 Dohmenstraße südlich Kütterweg: Bebauung der dortigen Rasenfläche mit 8 Doppelhaushälften und einem Einfamilienhaus
– Bebauungsplan 834 JakobLintzen-Straße/Kölner Straße: Umwandlung der denkmalgeschützten ehemaligen Landwirtschaftsschule in private Wohnungen einschließlich der Sanierung der nördlich gelegenen Häuser mit bedarfsgerechter Anpassung öffentlicher Verkehrsflächen
– Erschließungsstraße im Baugebiet 795 nach Westen von der Alleestraße „Campus Fichtenhain“ aus: 11,5 m breit und rund 130 m lang
– Barrierefreiheit des Fischelner Rathauses herstellen mit Sanierung: Beginn Frühjahr 2020
– Bebauungsplan 305: neues Wohngebäude auf dem nördlichen Eckgrundstück Alte Neusser Straße/Neersener Weg
– Verkaufsrechtsatzung für die Industriebebauung eines Geländestreifens auf der nördlichen Seite entlang der A44 zwischen Willicher Straße (Brücke über A44) und der Bahnlinie U76 (KBahn)
– Barrierefreiheit
– Bau der neuen Feuerwehrwache
– Schlussarbeiten am Marienhof (Bunker)

Raserei auf der Willicher Straße
In der Einwohnerfragestunde bemängelte Thomas Meulendick mit deutlichen Worten die Raserei in beiden Richtungen vor seinem Haus am Anfang der Willicher Straße. Mehrfach ratschten Autos sogar an seiner Hauswand entlang. Seit 5 Jahren bemüht er sich, dort Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Aber weder Stadt noch Polizei waren bisher dazu bereit oder in der Lage. Vor einem Jahr wurde eine 30er-Zone eingerichtet. Doch eine Besserung ist nicht eingetreten. So hat er sich eine Speed-Cam angeschafft und selbst Messungen durchgeführt. Von 521 gemessenen Autos hielten sich lediglich 37 an 30 km, 121 fuhren zwischen 30 und 40 km schnell, 205 sogar bis zu 60 km und mehr als 150 noch schneller. Einer erreichte sogar über 90 km/h... und dass, obwohl die Willicher Straße dort auch Schulweg ist!

Verständlichkeit
Es vergeht keine Sitzung, in der nicht von Besuchern mehrfach gerufen wird „lauter“, „ich versteh´ nichts“, „Mikro“ oder dergleichen. Abhilfe könnten mindestens vier zusätzliche Mikrophone bringen, die beiden Lautsprecher näher an die Besucherplätze stellen, aus der Verstärkung den Nachhall herausnehmen usw.

34. Sitzung der BzV Fischeln am 18. 12. (ab 17 Uhr) mit Einwohnerfragestunde um 18 Uhr:
Mögliche Themen:
– Fahrraddiebstähle und Fahrradsicherung in Fischeln:
Fahrradabstellanlagen vor Volksbank, vor Neptun usw. aufstellen
– Entfernung der drei Versorgungskästen (1 Postablagekasten, 2 Schaltkästen) vor denkmalgeschütztem Rathaus – Sachstand neue Feuer- und Rettungswache an Kimpler/Ecke Erkelenzer Straße
– Lückenschluss des Radweges an der Anrather Straße am Bahnübergang (Stahlwerk)

Am Schluss der Sitzung werden vorherige Bürgeranfragen von der Stadt beantwortet werden: Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung mündlich beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. Quelle FiWo LN

32. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 10. Juli 2019

Zu Beginn der Sitzung erhoben sich alle Anwesenden, um dem tags zuvor verstorbenen Ex-OB Willi Wahl zu gedenken. Der gelernte Gärtner und Maurer wurde 91 Jahre alt, war Gewerkschaftschef der Krefelder IG Metall, von 1979 – 1984 Bezirksvorsteher Fischeln, mehr als 20 Jahre für die SPD im Stadtrat, 5 Jahre Bürgermeister und dann von 1989 bis 1994 Oberbürgermeister von Krefeld. Er wohnte überwiegend in Fischeln, und sein Name ist eng verbunden, zusammen mit Bernd Scheelen den Stadtpark Fischeln auf den Weg gebracht zu haben. In seine Amtszeit fielen die Gründungen von Umweltzentrum, KreschTheater, NS-Dokumentationszentrum Villa Merländer, Herzchirurgie am Helios und von Gesamtschulen.

Außerdem wurde vor der Sitzung Anja Cäsar von den Grünen verabschiedet. Sie war seit 2014 in der Fischelner Bezirksvertretung und ist neuerdings als Mitarbeiterin der Grünen-Stadtratsfraktion Krefeld eine Stadtangestellte. Deshalb darf sie als Teil der Exekutive nicht Mitglied in örtlichen Parlamenten sein, so beispielsweise in der Bezirksvertretung Fischeln. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die Fischelner Grünen ist zzt. (noch) nicht in Sicht.

Vorstellung der Arbeit des Krefelder Jugendbeirates und des Fischelner Jugendzentrums
Die Arbeit des Jugendparlaments mit ihren Vertretern im Alter zwischen 14 und 21 Jahren hat seit 2017 enorm an Schwung gewonnen. Eindrucksvoll schilderten Bezirksjugendpfleger Matthias Hoeps und Tim Derks vom Vorstand des Jugendbeirats die vielfältigen Aktivitäten mit mehr als 50 Veranstaltungen. Diese reichen von Workshops zu verschiedenen Aktivitäten in den Stadtteilen bis zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Voltaplatz und der Stadtwaldwiese sowie Skateanlagen und bis hin zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Aber auch internationale Jugendbegegnungen u.a. in Venlo, Jugendfestival, Zusammenarbeit mit Schulen und Aktionen gegen Rassismus standen und stehen auf dem Programm. Angestrebt werden eigene Räumlichkeiten in der City. Jürgen Weiland, Leiter des Fischelner Jugendzentrums, ließ die Historie seiner Institution von den Anfängen vor mehr als 30 Jahren Revue passieren. Gegründet wurde es 1984. Die Grundsteinlegung des jetzigen Gebäudes an der Kölner Straße erfolgte 1991 und eröffnet wurde es 1993. Außerdem schilderte er die vielfältigen Aktivitäten, die vom Einsatz des Spielmobils bis hin zur Beteiligung an Fischeln Open reichen. Geldgeber sind die Stadt Krefeld, das Bistum Aachen, der Trägerverein und der Förderverein.

Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) – eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR)
Um Kräfte des Bürgerservices der Stadt zu bündeln, beschloss der Stadtrat am 5.9.2016 eine Unternehmens-Neugründung für diesen Bereich. Seine Arbeit nahm diese kommunale Gesellschaft am 1. Januar 2018 auf. Angesiedelt wurden bei ihr Aufgaben aus den Bereichen Abfall, Abwasser, Sport, Umweltpädagogik, Friedhof, Grün, Straßen und Radwege. Konkret ist der KBK für Sportstätten, Grünanlagen, Baumüberwachung und Baumpflege, für den Botanischen Garten, für Kleingärten und für Friedhöfe zuständig. In epischer Breite erläuterte Lothar Leßmann (KBK Kommunikation) die einzelnen Aufgaben, musste sich aber auch einige Forderungen der Bezirksvertreter nach Sauberkeit in der Stadt anhören. Obwohl die Organisationsform in allen Einzelheiten noch nicht komplett steht und auch noch nicht im Internetauftritt dargestellt ist, gibt es eine lobenswerte Einrichtung. Leßmann: „Das brandneue IN-Portal „Maak et“ ist die Plattform zur Meldung von Problemen im Stadtbild. Dazu muss man nur die IN-Adresse www.maak-et.de eingeben, eine Kategorie auswählen und die eigene E-Mail-Adresse angeben. Dann beschreibt man kurz den Meldegrund und fügt ggf. Fotos bei. Schnellstmöglich wird der Fall bearbeitet und alsbald per E-Mail oder, wenn gewünscht, per Telefon zurückgemeldet. Auf eine IN-App wurde aus Datenschutzgründen ausdrücklich verzichtet.“

Forderung nach mehr Sauberkeit in Krefeld
Die SPD-Fraktion stellte den einstimmig angenommenen Antrag, die Stadt möge mit Aktionen die Sauberkeit in Krefeld versuchen zu erhöhen. Bürger, Kindergärten, Schulen, Sport- und Bürgervereine sollen zum Umweltbewusstsein motiviert werden, beispielsweise mit mehrsprachigen Flyern. Beklagt werden im Antrag zur Abfuhr nicht angemeldeten Sperrmüllberge und überquellende öffentliche Papier- und Mülltonnen. Viele Bürger werfen Verpackungsmüll unachtsam weg. Farbeimer, Tapeten und alte Möbelstücke sowie technische Geräte werden im öffentlichen Raum rücksichtslos entsorgt. Abhilfe tut not.

Nächste Sitzungstermine 2019 der BzV Fischeln (ab 17 Uhr) mit Einwohnerfragestunde (jeweils um 18 Uhr): – 33. Sitzung: 25. 9.19: Am Schluss der Sitzung werden vorherige Bürgeranfragen von der Stadt beantwortet werden: Beginn der Rathausumgestaltung; ungepflegtes Rathausumfeld, Rattenplagen am Büdericher Weg und an der Anrather Straße; neue Gewerbegebiete an der A44; defekte Müllbehälter an der Grevenbroicher Straße usw. – 34. Sitzung: 18.12.19 Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung mündlich beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. (Quelle FiWo LN)

31. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 16. Mai

Der Fahrradbeauftragte der Stadt Krefeld, Michael Hülsmann, unterbreitete der BzV den Entwurf einer neuen, wegweisenden Krefelder Fahrradoffensive, die nach mehrjährigem Stillstand Krefeld wieder zu einer erkennbar fahrradfreundlichen Kommune machen soll. Initiiert wurde die Aktion von den jeweiligen SPD- und CDU-Fraktionen in allen BzV der Stadt. Der Inhalt dieses Konzepts wird außerhalb dieses Berichts in einem gesonderten Artikel dargestellt.

Neuanlage Geh- und Radweg am Strümper Weg
In 2019/2020 Bereits im Jahr 2010 hatte die SPD in der BzV die Stadt aufgefordert, das Fischelner Radwegenetz mit dem in Meerbusch nach Strümp vorhandenen Fernweg zu verbinden und auf dem Strümper Weg einen neuen Radweg zu bauen. Nun wird die Stadt noch in diesem Jahr damit beginnen und ihn im nächsten Jahr fertigstellen. Die jetzige bituminöse Fahrbahn der Straße behält eine Breite von 6 m. Von der K-Bahn (Grundend) aus wird der neue Geh-/Radweg bis zum Abzweig Alt Grundend auf der südlichen Seite verlaufen und von dort bis zum Ortsausgang mit dem Eisenbahnübergang auf der nördlichen Seite bis Bösinghoven. Die vorhandene Fahrbahn und der neue Radweg werden 50 cm voneinander getrennt sein. Die Querung auf der Hälfte der Gesamtstrecke wird mit Verkehrsschildern gekennzeichnet. Der Fischelner Dorfgraben und der Bösinghovener Buschgraben werden mit Brücken gekreuzt. Entwässert wird über die Böschung. Die Maßnahme wird 930.000 Euro kosten, wobei über 800.000 Euro von Land bzw. Bund zu erwarten sind.

Neue Parkplatzein- und -ausfahrt für die Hochschule an der Obergath
Im Zuge der Erweiterung der Hochschule Niederrhein wurden parallel zur Obergath zusätzlich 230 Stellplätze eingerichtet. Diese sollen nun gegenüber der Einmündung der Straße Mühlenfeld einen separaten Zugang zur Obergath erhalten. Neben dem reinen Straßenbau muss dafür die alte Ampelanlage aus dem Jahr 1975 durch eine neue ersetzt werden. An den veranschlagten Kosten von 225.000 Euro wird sich die Hochschule Niederrhein mit knapp 80.000 Euro beteiligen.

Neue Schulleiterin der Grundschule Königshof
Die BzV votierte einstimmig für den Vorschlag des Schulträgers, die vakante Stelle der Grund schulrektorin mit Constanze Kreymborg zu setzen.

Temporeduzierung auf der Kölner Straße
Seit 1. 1. 2017 besteht rechtlich die Möglichkeit, vor Schulen, Altenheimen, Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen eine Geschwindigkeitsreduzierung anzuordnen, ohne dass eine Unfallhäufung nachgewiesen werden muss. Die BzV hatte am 7. Juni 2018 bei der Verwaltung beantragt, auf der Kölner Straße zwischen Rathaus und Obergath durchgehend eine 30 km-Zone einzurichten, weil dort auf der genannten Länge Kindergärten, Zugänge für Schulen, ein Weg zum Sportplatz liegen und Fußwege kreuzen. „Obwohl hier keine Unfallhäufung vorliegt, wird nun auf der südlichen Hälfte der genannten Strecke eine 30 km-Zone eingerichtet“, so Norbert Goertz-Gorr von der Stadtverwaltung. Um den Schutz- und Sicherheitsinteressen der Eltern und der Kindergartenkinder der KiTas „Klein &Groß e.V.“ (geöffnet 7.30-16.30 Uhr) und Markuskindergarten“ (geöffnet 7 -16.30 Uhr) Rechnung zu tragen, wird von der Hausnummer 395 bis etwa Haus 505 (am Rathaus) eine zeitlich begrenzte 30er-Zone von montags bis freitags von 6.30 Uhr bis 17.00 Uhr eingerichtet. Die Kommunalbetriebe Krefeld (KBK) wurden bereits beauftragt, entsprechende Schilder aufzustellen. Mehrheitlich haben die Bezirksvertreter diese Maßnahme als viel zu klein und nur als einen ersten Schritt bezeichnet. Norbert GoertzGorr gab zu bedenken: „Würde für eine größere Strecke und eine zeitlich unbegrenzte Tempominderung eingeführt, würde das zu erheblicher Verteuerung des Straßenbahnbetriebs im sechsstelligen führen. Ein oder zwei neue Straßenbahnen müssten dafür angeschafft und betrieben werden, so die SWK-Mobil.“

Nächste Sitzungstermine der BzV Fischeln (ab 17 Uhr) mit Einwohnerfragestunde (jeweils um 18 Uhr): – 32. Sitzung: 10. 07. mit möglichen Themen: Grünpflege rund um das Fischelner Rathaus, Lärmschutz in Fischeln, fehlende Fahrradständer vor neuer Volksbank, E-Ladesäulen und Carsharing, Baumnachpflanzung auf dem Marienplatz, Rettungspunkte in Fischeln – 33. Sitzung: 25. 09. – 34. Sitzung: 18.12. 2019 Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. (Quelle FiWo LN)

30. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 20. März

Konzept zur Entwicklung von Fischeln
In nahezu gleichlautenden Anträgen von CDU/Grünen einerseits und SPD andererseits fordert die BzV einstimmig die Stadtverwaltung auf, für ganz Fischeln ein Gestaltungskonzept mit Lösungen zu erarbeiten und auf einer der nächsten Sitzungen der BzV vorzustellen. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst zunehmend. Eckpunkte von zu erarbeitenden Lösungsvorschlägen mit Mobilitätskonzept und Prioritätenliste dabei sind:

– Wohnstandort
– Verkehr (allgemein, Kölner Straße am Rathaus, Leistungsfähigkeit von Knotenpunkten)
– Einzelhandel
– Gewerbegebiet Fichtenhain und Auswirkungen
– neues Baugebiet Fischeln-Südwest mit bis zu 520 Wohneinheiten und die Folgen
– schlechter Zustand von Schulwegen, Turnhallen, Sportanlagen, Grünanlagen, Radwegen

Da die in den letzten Jahren und Jahrzehnten erarbeiteten Zustandsbeschreibungen in Fischeln bisher ohne Konsequenzen versandeten, wird von der BzV Wert darauf gelegt, zu Lösungen für den pulsierenden, wachsenden und eher benachteiligten Vorort zu kommen.

Schiedsverfahren in Fischeln
ImDezember 2015 wurde Dr. Bernd Diener zum neuen Schiedsmann für Fischeln-Süd von der BzV einstimmig für 5 Jahre gewählt und einen Monat später in sein Amt eingeführt.
„Ein solches Verfahren, das im Jahr 1827 in Preußen eingeführt wurde, das es so außer in Bayern und Baden-Württemberg in allen anderen Bundesländern gibt und das vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich einem Verfahren vor Gericht vorzuziehen ist, zielt ausdrücklich auf Einigung zwischen den Streitenden ab“, so Dr. Diener bei seinem Vortrag in der BzV-Sitzung. Schiedsleute machen grundsätzlich keine Rechtsberatung. Schiedspersonen laden in Konfliktsituationen Antragsteller und Antragsgegner zu einer nicht öffentlichen Schlichtungsverhandlung ein, meist in ihren Privaträumen. Bei Einigung wird ein Protokoll erstellt, das dann bis zu 30 Jahre gilt. Solche Verfahren laufen ohne Anwalt ab und sind äußerst preisgünstig. In den beiden Schiedsamtsbezirken für Fischeln (Süd, Nord, Stahldorf, Königshof) gab es in den letzten gut zwei Jahren 34 Fälle, davon 24 mit Vergleich sowie 46 Beratungen. Dabei ging es im Bereich des bürgerlichen Rechts um Nachbarstreitigkeiten, Bebauung, Mietstreitigkeiten, Lärm, Tierhaltung usw. Für den Bereich des Strafrechtes wurden 1 Hausfriedensbruch und 2 Beleidigungen verhandelt.

Unfälle an Blinden-Tastkante
Krefeld hat in den letzten Jahren mit einer lobenswerten Aktion an Übergängen zu querenden Straßen Blinden-Tastkanten an Fuß- und an Radwegen eingebaut. Bei Radwegen und gemischten Wegen allerdings machen sie manchmal Probleme. So sind 2017 und 2018 Unfälle an der südlichen Ausfahrt der REALMarkthalle aus zur Hafelsstraße hin geschehen, bei dem die Radler eben wegen dieser schräg verlaufenen Blinden-Tastkanten stürzten und sich verletzten. Diese Vorfälle sind vom ADFC der Stadt gemeldet worden. Aber außer Eingangsbestätigungen kamen bisher keine Reaktionen. „Als Antwort auf das Problem hat der ADFC“, so Andreas Domanski, ADCF-Vors., „auf der Grundlage der DIN-Vorschrift 18040-3 bereits einen eigenen Vorschlag gemacht, um die Flächen für Radler und Fußgänger zu trennen.“ Die Stadt ist in der Pflicht zu antworten.

Wildes Parken in Fischeln
In der Einwohnerfragestunde wurde von Besuchern wildes Parken in Fischeln bemängelt. Beispielsweise wird immer wieder am Anfang der Anrather Straße nahe der Kölner Straße vor Volksbank und Bäckerei Stinges alles zugeparkt und sogar der RadlerSchutzstreifen wird zugestellt. Die Stadt muss also häufiger kontrollieren.

Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. (Quelle FiWo LN)

29. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 5. 02.2019

Der Sitzungsaal im Fischelner Rathaus barst zeitweise und selten wie nie aus allen Nähten. Neben den etwa 20 Sitzplätzen für Besucher mussten sich noch gut 30 weitere Bürger überall stehend einquetschen und mit Stehplätzen im Flur zufriedengeben. Nach dem Wissensstand der Fischelner Woche sind solche Besucherzahlen im Rathaus aus Brandschutzgründen nicht erlaubt, weil immer noch ein zweiter Fluchtweg fehlt. Es ist zu hoffen, dass der behindertengerechte Umbau des Rathauses wie vorgesehen in einigen Monaten beginnen wird. Anders als bei der letzten Zuschauerinvasion vor längerer Zeit, bei der fast das Hausrecht in Rede stand, war die Stimmung jetzt nicht bedrohlich. Sie war zwar deutlich, klar und bestimmt, aber trotzdem sachlich und zielgerichtet. Mehrere Besucher(innen) beklagten die Defizite im Angebot von Kindergartenplätzen und löcherten in der Einwohnerfragestunde die Bezirksvertreter und die Verwaltungsvertreter mit vielen Fragen. Dabei wies die Vorsitzende der BzV, Doris Nottebohm, darauf hin, dass der vorhandene Mangel an KiTaPlätzen immer wieder Thema in der BzV war (und weiter sein wird), so beispielsweise auf der 26. Sitzung der BzV am 12. 9. 2018 und auf der 27. Sitzung am 15. 11. 2018 mit der Bekanntgabe des Fertigstellungstermins für die Erweiterung der KiTa Krützboomweg für den Oktober 2019. Die Fischelner Woche berichtete. Der größte Besucherandrang hatte jedoch mit dem Thema der vorgesehenen Abfallbehandlung durch eine Neuansiedlung einer Firma an der Breuershofstraße zu tun (siehe weiter unten).

Bezirksbezogene Haushaltsmittel
Die jeweiligen BzV in den Krefelder Stadtteilen erhalten von der Stadt 5.120 Euro pro Jahr zur eigenen Verfügung, die diese dann mit Beschluss für verschieden Zwecke in den Stadtteilen verwenden. Die Fischelner BzV unterstützt in diesem Jahr folgende karitative oder gemeinnützige Einrichtungen: – 2.000 Euro gehen an den Arbeitersamariterbund (ASB) für das Projekt „Leben mit Demenz“ und für ihr „Netzwerk Fischeln“ – 500 Euro bekommt der Nachbarschaftsladen für neue Stühle – mit 620 Euro wird der Kinder­ Karnevalszug Stahldorf unterstützt – 500 Euro fließen an den FitnessParcours im Stadtpark Fischeln (Förderverein Stadtpark Fischeln e.V.) – 500 Euro gehen an die Jugendabteilung des Handballvereins DJK Adler Königshof – 500 Euro erhält die Fischelner Jugendfeuerwehr – mit 500 Euro wird der St. Martinszug unterstützt.

Errichtung von Unterflurcontainern am Altmühlenfeld gegenüber der Mühle
Weil der Bereich um die Altglas­ und Altpapiercontainer auf dem Marienplatz vor dem Bunker stets unerträglich vollgemüllt wird, hat die BzV auf Vorschlag der SPD, Grünen und Linken eine Änderung angeregt. Dazu ist nun von der BzV ein Antrag an die Stadt auf den Weg gebracht worden, anstelle der Großtonnen einen Unterflurcontainer als probate Abhilfe einzurichten. Dieser würde auf dem Marienplatz allerdings bei Schützenfesten usw. nicht zugänglich sein und es könnte dabei deren Bodenabdeckung möglicherweise beschädigt werden. Deshalb wurde als neuer Standort die Ecke der kleinen Grünfläche an der Straße Altmühlenfeld gegenüber der Mühle vorgeschlagen. Umleitung bei Erweiterung der Autobahn A57 Bei der anstehenden Verbreiterung der Autobahn A57 in Höhe Oppum ist mit Umleitungen zu rechnen. Die BzV will alles dafür tun, dass es keine Beschilderung durch Fischeln hindurch geben wird.

Gaspumpstation
Im Zusammenhang mit dem Bunkerumbau am Marienplatz war zum Leidwesen der Anlieger vorgesehen, die dortige Gaspumpstation in den Bereich der angrenzenden Häuser zu verschieben. Dieser Plan ist nun vom Tisch, und die Pumpstation kann am alten Platz stehen bleiben.

Fischeln-Fahne
Die CDU hatte angeregt, aus Anlass der 90­jährigen Zugehörig Fischelns zu Krefeld (Beitritt am 1. 8. 1929) im Sitzungssaal des Fischelner Rathauses neben der Stadtfahne eine Fischeln­Fahne aufhängen zu dürfen. Die Stadt als Hausherr hat dazu grünes Licht gegeben.

Verbindungsweg neben dem Bunker zwischen Marienplatz und Wimmersweg
Dieser Weg ist bei schlechtem Wetter nahezu unpassierbar. Deshalb wurde auf einer der letzten Sitzungen der BzV die Stadt aufgefordert, den Zustand zu beseitigen. Nun teilte die Verwaltung mit, dass der Weg zwar öffentlich nutzbar, aber im Privatbesitz sei. Deshalb ist Privat auch für den Zustand verantwortlich.

Abfallbehandlungsanlage an der Breuershofstraße
Die IK­Container­ und Entsorgungsgesellschaft mbH beabsichtigt, auf dem zzt. ungenutzten Grundstück Breuershofstraße, Flurstück 2036 Höffgeshofweg, eine Abfallbehandlungsanlage zu betreiben. Dazu hat sie am 26. 6. 2017 einen Antrag bei der Stadt eingereicht. Vorgesehen ist dort auf einer Freifläche und in einer Halle allerlei Abfall zu verarbeiten und zu lagern. Beabsichtigt ist, in der Halle Bodenmaterial zu sieben, Bauschutt zu brechen und nichtgefährliche Abfälle (Metalle) sowie bis zu 10 t gefährliche Abfälle, die angenommen oder als Störstoffe aufgefunden wurden, in Containern zu lagern. Jährlich ist mit 2.400 t zu verarbeitenden Schüttgütern zu rechnen. Gleichzeitig könnten bis zu 6.000 t Schüttgüter gelagert werden. Ein entsprechender Schwerlastverkehr ist zu erwarten. Alles das führt zu massiven Protesten der Anlieger im Gewerbegebiet. Bereits am 1. Dezember gab es eine Protestveranstaltung (die Fischelner Woche berichtete) und über 100 Widersprüche an die Stadt. Zu erwarten sind erhebliche Belastungen der Anlieger: Lärm, Dreck, Verkehrsbehinderungen an den Grundstückseinfahrten und Lkw­ Verkehr durch Fischeln hindurch. Zwar ist die Durchfahrt von der Autobahn aus über die Kölner Straße für Lkw gesperrt, aber der Querverkehr durchs „Dorf“ nicht. Dr.­Ing. Sylvia Strelow von der Unteren Immissionsbehörde (Fachbereich 36 der Stadt) erläuterte das Genehmigungsverfahren, an dem elf Fachbereiche und Institutionen beteiligt wurden. Genehmigungsbedürftig ist die Anlage nur in geringem Umfang (Zuverlässigkeit), weil die im Immissionsschutzgesetz festgelegten Untergrenzen für ungefährliche und für gefährliche Stoffe nicht überschritten werden. Das Vorhaben wird deshalb als gebietsverträglich und innerhalb des Gewerbegebiets GE 1 als ausnahmsweise zulässig angesehen. Somit hat die Antragstellerin einen Rechtsanspruch auf die Genehmigung.

Genau das alles bezweifeln die Beschwerdeführer. Sie bemängeln, dass eine solche Anlage in den Rheinhafen gehört und dass die Struktur des Gebiets an der Breuershofstraße nachhaltig beeinträchtigt wird. Schließlich sind im Gewerbegebiet mehrere nahrungsverarbeitende Betriebe, eine Imkerei sowie Gastronomien und Wohnbebauungen vorhanden. Staub, Lärm und Abgase seien existenzbedrohend. Auch hat die Stadt kein Verkehrsgutachten erstellt. Die vorgesehene Lkw­Waage ragt bis an den Straßenkörper der Breuershofstraße heran, behindert bei deren Nutzung Fußgänger und Radler und verursacht große Rückstaus, besonders wenn mehrere Lkw zeitgleich anfahren. Überhaupt ist der Vorgang ein Beispiel dafür, wie man mit Anliegerinteressen nicht umgehen darf, so die BzV einhellig. Rechtszeitige Vorinformation und Absprachen wären vonnöten gewesen. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Mit den vielen zu erwartenden Widersprüchen bis hin zu Gerichtsverfahren sei keinem geholfen.

28. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 19. Dezember 2018

Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm hatte vor der Sitzung selbst und aus eigener Tasche alle Tische festlich dekoriert und Getränke sowie Knabbereien bereitgestellt. Außerdem hatte sie für jeden Teilnehmer und Besucher auf dem Eingangstisch je einen Schoko-Weihnachtsmann aufgestellt: Hier nun ein öffentlicher Dank an die überaus spendable Kommunalpolitikerin.

Aufnahmerahmen für Krefelder Grundschulen
Auf der Grundlage der erfolgten Anmeldungen von Erstklässler für die Krefelder Grundschulen hat nun die Stadt Krefeld einen Aufnahmerahmen aufgestellt, der u.a. in den BzV beraten wird. Am 16. 1. 2019 wird der Schulausschuss der Stadt ihn festzurren. Wer von welcher Grundschule zum Schuleintritt angenommen wird, richtet sich dabei nach den jeweiligen Entfernungen, nach sicheren Schulwegen, nach den Wünschen der Eltern, nach Ganztagsbetreuung, nach Klassengröße und -anzahl sowie nach Aufnahmekapazitäten der Grundschulen, aber bei den sechs Krefelder katholischen Grundschulen (für Fischeln: Königshof) in gewisser weise auch nach der Konfession. Fischelner Grundschulen: – Südschule (Kölner Straße.): 76 Anmeldungen, 4 freie Plätze – GS Stadtpark Fischeln mit Teilstandorten Wimmersweg und Stahldorf: 126 Anmeldungen, 1 Abweisung – kath. GS Königshof: 87 Anmeldungen, 31 Abweisungen

BzV Fischeln beantragt einstimmig, die Grundschule Königshof dringend zu erweitern
Die katholische Grundschule Königshof an der Oberbruchstraße hat gleich mehrere Probleme. Wie in Vorjahren auch muss sie nun rein rechnerisch 31 Wünsche ablehnen, weil trotz der Erweiterung im letzten Jahr für das Jahr 2019 keine dritte Eingangsklasse entstehen kann. Zusätzlich muss sie nach Möglichkeit auch verständliche Elternwünsche nach Konfessionszugehörigkeit für den gesamten Krefelder Süden beachten. Schulleiter Wolfgang Lueg bringt es auf den Punkt: „Da kämpfen bei mir Herz und Verstand gegeneinander. Der Verstand sagt, dass kein Platz vorhanden ist. Und das Herz schmerzt, dass wir Kinder ablehnen müssen, die kaum mehr als einen Kilometer von der Schule entfernt wohnen.“

Barrierefreiheit für Fischelner Rathaus und Sanierung
Seit mehr als zehn Jahren demonstrieren hiesige Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker für ein barrierefreies Rathaus. Das scheiterte bisher überwiegend an klammen Kassen der Stadt Krefeld. Schließlich gab es einen kleinen Durchbruch: Für die Jahre 2017 und 2018 wurden zusammen 250.000 Euro in den Haushalt einstellt. Damit konnten die Planungen beginnen und an das Architektenbüro Littgen vergeben werden. Diese Mittel sollen nach 2019 übertragen werden. Man diskutierte unter anderem aus Kostengründen einen Teilaufzug im Haus oder außen im Hauseck hinten vom Park aus. Nun ist man zu der vortrefflichen Einsicht gelangt, wenn schon Baumaßnahmen anfallen, dann sollte auch eine Komplettsanierung erfolgen. Dazu gehören der Brandschutz mit feuerfesten Türen, ein zweiter Rettungsweg für den Ratssaal innerhalb des Gebäudes, die überfällige Sanierung der maroden Toilettenanlagen, eine Ausbesserung der Kanalisation und ein neues Elektronetz. Alle Räume sollen höherwertig gestaltet werden und für Kanzleien, Arztpraxen usw. geeignet sein. Die BzV beschloss dagegen einstimmig, dass die dortigen Räume bevorzugt für Bürgerbüros usw. vorgehalten werden sollen. Der Aufzug soll alle vier Etagen (Keller, Hochparterre, 1. Etage und Dachgeschoss) barrierefrei erreichen. Der barrierefreie Zugang von außen wird vom Rathauspark erfolgen mittels einer Rampe mit 8 % Gefälle nach unten zum Kellergeschoss hin und dort weiter zum Aufzug. Es ist zu erwarten, dass sich die Kosten für diese erweiterten Maßnahmen von bisher festgelegten 250.000 Euro mindestens verdoppeln werden. Bei diesem Tatbestand wurden am Rande der Sitzung Stimmen laut, dass es weitere Proteste für die Barrierefreiheit geben wird, weil, wie die Vergangenheit schmerzlich zeigte, es wieder am Geld scheitern könnte. In Abstimmung mit Bauaufsicht Krefeld, Feuerwehr und unterer Denkmalbehörde soll unter Berücksichtigung des Denkmal- und des Bestandschutzes der inzwischen geänderte Bauantrag vorgelegt werden. Hier der weitere Terminplan: 1. Planung und Kostenfestsetzung im Bauausschuss am 16. 1. 2019 2. Baugenehmigung bis ca. März 2019 3. Werkplanung, Detailplanung, Ausschreibung bis Mai 2019 4. Vergabe, Beauftragung August 2019 5. Baubeginn September 2019 6. Fertigstellung März 2020.

Bahnübergang Steinrath nach Bösinghoven (Függershofweg)
Die Deutsche Bahn beabsichtigt offensichtlich erneut, den bei Radlern und Wanderern beliebten Bahnübergang vom Fischelner Bruch nach Bösinghoven zu schließen. Sowohl Krefeld als auch Meerbusch hatten sich vor geraumer Zeit bereits massiv dagegen gewandt, und wie es schien erfolgreich. Nun lebt der Gedanke bei der Bahn offensichtlich wieder auf. Es ist schon kurios, dass die Bahn diesen Übergang schließen will, gleichzeitig es aber nicht hinkriegt, die bei Verkehrsteilnehmern durch überlange Schließungszeiten verhassten Übergänge in Osterath nach vielen jahrzehntelangen massiver Anträge und Bürgerbegehren durch einen Tunnel zu ersetzen. Aber auch die Stadt Krefeld hat sich hierbei nicht mit Ruhm bekleckert. Obwohl auf es auf Meerbuscher Seite an der Straße am Weilershof Richtung Strümp seit langem einen Radweg gibt, hat es Krefeld bisher nicht hingekriegt, am Strümper Weg einen Radweg zu bauen. Allerdings ist auf der Fischelner Straße in Meerbusch Richtung Bösinghoven auch kein Radweg vorhanden. Es sollte also alles daran gesetzt werden, zwischen den genannten fehlenden Radwegen sowie dem vorgesehenen Tunnel in Osterath und dem Wunsch der Bahn nach Schließung des Übergangs auf dem genannten Feldweg mindestens zeitlich ein Junktim herzustellen und die Städte Meerbusch und Krefeld sowie die Bahn in die Pflicht zu nehmen, damit verkehrssichere Wege für Wanderer und Radler gewährleistet bleiben. (Quelle FiWo LN)

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