Sitzungen der Bezirksvertretung

Bezirksvertretung in Fischeln

Nach der Gemeindeordnung des Landes NW (GO NW) sind alle kreisfreien Städte, also auch Krefeld, dazu verpflichtet, ihr Stadtgebiet in Stadtbezirke einzuteilen und Bezirksvertretungen einzurichten. Gesetzesgrundlage für die Einrichtung von Bezirksvertretungen ist § 35 GO NW. Soweit nicht der Rat nach § 41 Abs. 1 ausschließlich zuständig ist, entscheiden die Bezirksvertretungen unter Beachtung der Belange der gesamten Stadt und im Rahmen der vom Rat erlassenen allgemeinen Richtlinien in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den jeweiligen Stadtbezirk hinausgeht. Hierzu gehören z.B. Unterhaltung und Ausstattung der im Stadtbezirk gelegenen Schulen und öffentlichen Einrichtungen, wie Sportplätze, Altenheime, Friedhöfe, Büchereien und ähnliche soziale und kulturelle Einrichtungen, kulturelle Angelegenheiten des Stadtbezirks einschließlich Kunst im öffentlichen Raum, Heimat- und Brauchtumspflege im Stadtbezirk, Pflege von vorhandenen Paten- oder Städtepartnerschaften. Es sind außerdem regelmäßige Einwohnerfragestunden eingerichtet.

Bürgersprechstunde im Fischelner Rathaus

Regelmäßig findet eine Bürgersprechstunde mit der Fischelner Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm im Rathaus, Kölner Straße (Erdgeschoss, Zimmer 3) statt. Im persönlichen Gespräch können Wünsche und Anregungen zu bezirklichen Themen erörtert werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Donnerstag, den 23. Mai, findet von 16 bis 17.30 Uhr die Bürgersprechstunde mit der Fischelner Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm im Fischelner Rathaus, Kölner Straße (Erdgeschoss, Zimmer 3) statt. Im persönlichen Gespräch können Wünsche und Anregungen zu bezirklichen Themen erörtert werden.

Die nächsten Sitzungstermine mit Einwohnerfragestunde sind: 32. Sitzung: 10. 7., 33. Sitzung: 25. 9. und 34. Sitzung: 18. 12. 2019.

32. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 10. Juli 2019

Zu Beginn der Sitzung erhoben sich alle Anwesenden, um dem tags zuvor verstorbenen Ex-OB Willi Wahl zu gedenken. Der gelernte Gärtner und Maurer wurde 91 Jahre alt, war Gewerkschaftschef der Krefelder IG Metall, von 1979 – 1984 Bezirksvorsteher Fischeln, mehr als 20 Jahre für die SPD im Stadtrat, 5 Jahre Bürgermeister und dann von 1989 bis 1994 Oberbürgermeister von Krefeld. Er wohnte überwiegend in Fischeln, und sein Name ist eng verbunden, zusammen mit Bernd Scheelen den Stadtpark Fischeln auf den Weg gebracht zu haben. In seine Amtszeit fielen die Gründungen von Umweltzentrum, KreschTheater, NS-Dokumentationszentrum Villa Merländer, Herzchirurgie am Helios und von Gesamtschulen.

Außerdem wurde vor der Sitzung Anja Cäsar von den Grünen verabschiedet. Sie war seit 2014 in der Fischelner Bezirksvertretung und ist neuerdings als Mitarbeiterin der Grünen-Stadtratsfraktion Krefeld eine Stadtangestellte. Deshalb darf sie als Teil der Exekutive nicht Mitglied in örtlichen Parlamenten sein, so beispielsweise in der Bezirksvertretung Fischeln. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die Fischelner Grünen ist zzt. (noch) nicht in Sicht.

Vorstellung der Arbeit des Krefelder Jugendbeirates und des Fischelner Jugendzentrums
Die Arbeit des Jugendparlaments mit ihren Vertretern im Alter zwischen 14 und 21 Jahren hat seit 2017 enorm an Schwung gewonnen. Eindrucksvoll schilderten Bezirksjugendpfleger Matthias Hoeps und Tim Derks vom Vorstand des Jugendbeirats die vielfältigen Aktivitäten mit mehr als 50 Veranstaltungen. Diese reichen von Workshops zu verschiedenen Aktivitäten in den Stadtteilen bis zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Voltaplatz und der Stadtwaldwiese sowie Skateanlagen und bis hin zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Aber auch internationale Jugendbegegnungen u.a. in Venlo, Jugendfestival, Zusammenarbeit mit Schulen und Aktionen gegen Rassismus standen und stehen auf dem Programm. Angestrebt werden eigene Räumlichkeiten in der City. Jürgen Weiland, Leiter des Fischelner Jugendzentrums, ließ die Historie seiner Institution von den Anfängen vor mehr als 30 Jahren Revue passieren. Gegründet wurde es 1984. Die Grundsteinlegung des jetzigen Gebäudes an der Kölner Straße erfolgte 1991 und eröffnet wurde es 1993. Außerdem schilderte er die vielfältigen Aktivitäten, die vom Einsatz des Spielmobils bis hin zur Beteiligung an Fischeln Open reichen. Geldgeber sind die Stadt Krefeld, das Bistum Aachen, der Trägerverein und der Förderverein.

Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) – eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR)
Um Kräfte des Bürgerservices der Stadt zu bündeln, beschloss der Stadtrat am 5.9.2016 eine Unternehmens-Neugründung für diesen Bereich. Seine Arbeit nahm diese kommunale Gesellschaft am 1. Januar 2018 auf. Angesiedelt wurden bei ihr Aufgaben aus den Bereichen Abfall, Abwasser, Sport, Umweltpädagogik, Friedhof, Grün, Straßen und Radwege. Konkret ist der KBK für Sportstätten, Grünanlagen, Baumüberwachung und Baumpflege, für den Botanischen Garten, für Kleingärten und für Friedhöfe zuständig. In epischer Breite erläuterte Lothar Leßmann (KBK Kommunikation) die einzelnen Aufgaben, musste sich aber auch einige Forderungen der Bezirksvertreter nach Sauberkeit in der Stadt anhören. Obwohl die Organisationsform in allen Einzelheiten noch nicht komplett steht und auch noch nicht im Internetauftritt dargestellt ist, gibt es eine lobenswerte Einrichtung. Leßmann: „Das brandneue IN-Portal „Maak et“ ist die Plattform zur Meldung von Problemen im Stadtbild. Dazu muss man nur die IN-Adresse www.maak-et.de eingeben, eine Kategorie auswählen und die eigene E-Mail-Adresse angeben. Dann beschreibt man kurz den Meldegrund und fügt ggf. Fotos bei. Schnellstmöglich wird der Fall bearbeitet und alsbald per E-Mail oder, wenn gewünscht, per Telefon zurückgemeldet. Auf eine IN-App wurde aus Datenschutzgründen ausdrücklich verzichtet.“

Forderung nach mehr Sauberkeit in Krefeld
Die SPD-Fraktion stellte den einstimmig angenommenen Antrag, die Stadt möge mit Aktionen die Sauberkeit in Krefeld versuchen zu erhöhen. Bürger, Kindergärten, Schulen, Sport- und Bürgervereine sollen zum Umweltbewusstsein motiviert werden, beispielsweise mit mehrsprachigen Flyern. Beklagt werden im Antrag zur Abfuhr nicht angemeldeten Sperrmüllberge und überquellende öffentliche Papier- und Mülltonnen. Viele Bürger werfen Verpackungsmüll unachtsam weg. Farbeimer, Tapeten und alte Möbelstücke sowie technische Geräte werden im öffentlichen Raum rücksichtslos entsorgt. Abhilfe tut not.

Nächste Sitzungstermine 2019 der BzV Fischeln (ab 17 Uhr) mit Einwohnerfragestunde (jeweils um 18 Uhr): – 33. Sitzung: 25. 9.19: Am Schluss der Sitzung werden vorherige Bürgeranfragen von der Stadt beantwortet werden: Beginn der Rathausumgestaltung; ungepflegtes Rathausumfeld, Rattenplagen am Büdericher Weg und an der Anrather Straße; neue Gewerbegebiete an der A44; defekte Müllbehälter an der Grevenbroicher Straße usw. – 34. Sitzung: 18.12.19 Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung mündlich beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. (Quelle FiWo LN)

31. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 16. Mai

Der Fahrradbeauftragte der Stadt Krefeld, Michael Hülsmann, unterbreitete der BzV den Entwurf einer neuen, wegweisenden Krefelder Fahrradoffensive, die nach mehrjährigem Stillstand Krefeld wieder zu einer erkennbar fahrradfreundlichen Kommune machen soll. Initiiert wurde die Aktion von den jeweiligen SPD- und CDU-Fraktionen in allen BzV der Stadt. Der Inhalt dieses Konzepts wird außerhalb dieses Berichts in einem gesonderten Artikel dargestellt.

Neuanlage Geh- und Radweg am Strümper Weg
In 2019/2020 Bereits im Jahr 2010 hatte die SPD in der BzV die Stadt aufgefordert, das Fischelner Radwegenetz mit dem in Meerbusch nach Strümp vorhandenen Fernweg zu verbinden und auf dem Strümper Weg einen neuen Radweg zu bauen. Nun wird die Stadt noch in diesem Jahr damit beginnen und ihn im nächsten Jahr fertigstellen. Die jetzige bituminöse Fahrbahn der Straße behält eine Breite von 6 m. Von der K-Bahn (Grundend) aus wird der neue Geh-/Radweg bis zum Abzweig Alt Grundend auf der südlichen Seite verlaufen und von dort bis zum Ortsausgang mit dem Eisenbahnübergang auf der nördlichen Seite bis Bösinghoven. Die vorhandene Fahrbahn und der neue Radweg werden 50 cm voneinander getrennt sein. Die Querung auf der Hälfte der Gesamtstrecke wird mit Verkehrsschildern gekennzeichnet. Der Fischelner Dorfgraben und der Bösinghovener Buschgraben werden mit Brücken gekreuzt. Entwässert wird über die Böschung. Die Maßnahme wird 930.000 Euro kosten, wobei über 800.000 Euro von Land bzw. Bund zu erwarten sind.

Neue Parkplatzein- und -ausfahrt für die Hochschule an der Obergath
Im Zuge der Erweiterung der Hochschule Niederrhein wurden parallel zur Obergath zusätzlich 230 Stellplätze eingerichtet. Diese sollen nun gegenüber der Einmündung der Straße Mühlenfeld einen separaten Zugang zur Obergath erhalten. Neben dem reinen Straßenbau muss dafür die alte Ampelanlage aus dem Jahr 1975 durch eine neue ersetzt werden. An den veranschlagten Kosten von 225.000 Euro wird sich die Hochschule Niederrhein mit knapp 80.000 Euro beteiligen.

Neue Schulleiterin der Grundschule Königshof
Die BzV votierte einstimmig für den Vorschlag des Schulträgers, die vakante Stelle der Grund schulrektorin mit Constanze Kreymborg zu setzen.

Temporeduzierung auf der Kölner Straße
Seit 1. 1. 2017 besteht rechtlich die Möglichkeit, vor Schulen, Altenheimen, Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen eine Geschwindigkeitsreduzierung anzuordnen, ohne dass eine Unfallhäufung nachgewiesen werden muss. Die BzV hatte am 7. Juni 2018 bei der Verwaltung beantragt, auf der Kölner Straße zwischen Rathaus und Obergath durchgehend eine 30 km-Zone einzurichten, weil dort auf der genannten Länge Kindergärten, Zugänge für Schulen, ein Weg zum Sportplatz liegen und Fußwege kreuzen. „Obwohl hier keine Unfallhäufung vorliegt, wird nun auf der südlichen Hälfte der genannten Strecke eine 30 km-Zone eingerichtet“, so Norbert Goertz-Gorr von der Stadtverwaltung. Um den Schutz- und Sicherheitsinteressen der Eltern und der Kindergartenkinder der KiTas „Klein &Groß e.V.“ (geöffnet 7.30-16.30 Uhr) und Markuskindergarten“ (geöffnet 7 -16.30 Uhr) Rechnung zu tragen, wird von der Hausnummer 395 bis etwa Haus 505 (am Rathaus) eine zeitlich begrenzte 30er-Zone von montags bis freitags von 6.30 Uhr bis 17.00 Uhr eingerichtet. Die Kommunalbetriebe Krefeld (KBK) wurden bereits beauftragt, entsprechende Schilder aufzustellen. Mehrheitlich haben die Bezirksvertreter diese Maßnahme als viel zu klein und nur als einen ersten Schritt bezeichnet. Norbert GoertzGorr gab zu bedenken: „Würde für eine größere Strecke und eine zeitlich unbegrenzte Tempominderung eingeführt, würde das zu erheblicher Verteuerung des Straßenbahnbetriebs im sechsstelligen führen. Ein oder zwei neue Straßenbahnen müssten dafür angeschafft und betrieben werden, so die SWK-Mobil.“

Nächste Sitzungstermine der BzV Fischeln (ab 17 Uhr) mit Einwohnerfragestunde (jeweils um 18 Uhr): – 32. Sitzung: 10. 07. mit möglichen Themen: Grünpflege rund um das Fischelner Rathaus, Lärmschutz in Fischeln, fehlende Fahrradständer vor neuer Volksbank, E-Ladesäulen und Carsharing, Baumnachpflanzung auf dem Marienplatz, Rettungspunkte in Fischeln – 33. Sitzung: 25. 09. – 34. Sitzung: 18.12. 2019 Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. (Quelle FiWo LN)

30. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 20. März

Konzept zur Entwicklung von Fischeln
In nahezu gleichlautenden Anträgen von CDU/Grünen einerseits und SPD andererseits fordert die BzV einstimmig die Stadtverwaltung auf, für ganz Fischeln ein Gestaltungskonzept mit Lösungen zu erarbeiten und auf einer der nächsten Sitzungen der BzV vorzustellen. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst zunehmend. Eckpunkte von zu erarbeitenden Lösungsvorschlägen mit Mobilitätskonzept und Prioritätenliste dabei sind:

– Wohnstandort
– Verkehr (allgemein, Kölner Straße am Rathaus, Leistungsfähigkeit von Knotenpunkten)
– Einzelhandel
– Gewerbegebiet Fichtenhain und Auswirkungen
– neues Baugebiet Fischeln-Südwest mit bis zu 520 Wohneinheiten und die Folgen
– schlechter Zustand von Schulwegen, Turnhallen, Sportanlagen, Grünanlagen, Radwegen

Da die in den letzten Jahren und Jahrzehnten erarbeiteten Zustandsbeschreibungen in Fischeln bisher ohne Konsequenzen versandeten, wird von der BzV Wert darauf gelegt, zu Lösungen für den pulsierenden, wachsenden und eher benachteiligten Vorort zu kommen.

Schiedsverfahren in Fischeln
Im Dezember 2015 wurde Dr. Bernd Diener zum neuen Schiedsmann für Fischeln-Süd von der BzV einstimmig für 5 Jahre gewählt und einen Monat später in sein Amt eingeführt.
„Ein solches Verfahren, das im Jahr 1827 in Preußen eingeführt wurde, das es so außer in Bayern und Baden-Württemberg in allen anderen Bundesländern gibt und das vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich einem Verfahren vor Gericht vorzuziehen ist, zielt ausdrücklich auf Einigung zwischen den Streitenden ab“, so Dr. Diener bei seinem Vortrag in der BzV-Sitzung. Schiedsleute machen grundsätzlich keine Rechtsberatung. Schiedspersonen laden in Konfliktsituationen Antragsteller und Antragsgegner zu einer nicht öffentlichen Schlichtungsverhandlung ein, meist in ihren Privaträumen. Bei Einigung wird ein Protokoll erstellt, das dann bis zu 30 Jahre gilt. Solche Verfahren laufen ohne Anwalt ab und sind äußerst preisgünstig. In den beiden Schiedsamtsbezirken für Fischeln (Süd, Nord, Stahldorf, Königshof) gab es in den letzten gut zwei Jahren 34 Fälle, davon 24 mit Vergleich sowie 46 Beratungen. Dabei ging es im Bereich des bürgerlichen Rechts um Nachbarstreitigkeiten, Bebauung, Mietstreitigkeiten, Lärm, Tierhaltung usw. Für den Bereich des Strafrechtes wurden 1 Hausfriedensbruch und 2 Beleidigungen verhandelt.

Unfälle an Blinden-Tastkante
Krefeld hat in den letzten Jahren mit einer lobenswerten Aktion an Übergängen zu querenden Straßen Blinden-Tastkanten an Fuß- und an Radwegen eingebaut. Bei Radwegen und gemischten Wegen allerdings machen sie manchmal Probleme. So sind 2017 und 2018 Unfälle an der südlichen Ausfahrt der REALMarkthalle aus zur Hafelsstraße hin geschehen, bei dem die Radler eben wegen dieser schräg verlaufenen Blinden-Tastkanten stürzten und sich verletzten. Diese Vorfälle sind vom ADFC der Stadt gemeldet worden. Aber außer Eingangsbestätigungen kamen bisher keine Reaktionen. „Als Antwort auf das Problem hat der ADFC“, so Andreas Domanski, ADCF-Vors., „auf der Grundlage der DIN-Vorschrift 18040-3 bereits einen eigenen Vorschlag gemacht, um die Flächen für Radler und Fußgänger zu trennen.“ Die Stadt ist in der Pflicht zu antworten.

Wildes Parken in Fischeln
In der Einwohnerfragestunde wurde von Besuchern wildes Parken in Fischeln bemängelt. Beispielsweise wird immer wieder am Anfang der Anrather Straße nahe der Kölner Straße vor Volksbank und Bäckerei Stinges alles zugeparkt und sogar der RadlerSchutzstreifen wird zugestellt. Die Stadt muss also häufiger kontrollieren.

Die in den Sitzungen der BzV gestellten Anfragen an die Stadt werden Zug um Zug bei der nächsten oder den nächsten Sitzung(en) von der Verwaltung beantwortet. Wer Name und Adresse hinterlässt, dem wird zusätzlich auch persönlich und schriftlich geantwortet. (Quelle FiWo LN)

29. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 5. 02.2019

Der Sitzungsaal im Fischelner Rathaus barst zeitweise und selten wie nie aus allen Nähten. Neben den etwa 20 Sitzplätzen für Besucher mussten sich noch gut 30 weitere Bürger überall stehend einquetschen und mit Stehplätzen im Flur zufriedengeben. Nach dem Wissensstand der Fischelner Woche sind solche Besucherzahlen im Rathaus aus Brandschutzgründen nicht erlaubt, weil immer noch ein zweiter Fluchtweg fehlt. Es ist zu hoffen, dass der behindertengerechte Umbau des Rathauses wie vorgesehen in einigen Monaten beginnen wird. Anders als bei der letzten Zuschauerinvasion vor längerer Zeit, bei der fast das Hausrecht in Rede stand, war die Stimmung jetzt nicht bedrohlich. Sie war zwar deutlich, klar und bestimmt, aber trotzdem sachlich und zielgerichtet. Mehrere Besucher(innen) beklagten die Defizite im Angebot von Kindergartenplätzen und löcherten in der Einwohnerfragestunde die Bezirksvertreter und die Verwaltungsvertreter mit vielen Fragen. Dabei wies die Vorsitzende der BzV, Doris Nottebohm, darauf hin, dass der vorhandene Mangel an KiTaPlätzen immer wieder Thema in der BzV war (und weiter sein wird), so beispielsweise auf der 26. Sitzung der BzV am 12. 9. 2018 und auf der 27. Sitzung am 15. 11. 2018 mit der Bekanntgabe des Fertigstellungstermins für die Erweiterung der KiTa Krützboomweg für den Oktober 2019. Die Fischelner Woche berichtete. Der größte Besucherandrang hatte jedoch mit dem Thema der vorgesehenen Abfallbehandlung durch eine Neuansiedlung einer Firma an der Breuershofstraße zu tun (siehe weiter unten).

Bezirksbezogene Haushaltsmittel
Die jeweiligen BzV in den Krefelder Stadtteilen erhalten von der Stadt 5.120 Euro pro Jahr zur eigenen Verfügung, die diese dann mit Beschluss für verschieden Zwecke in den Stadtteilen verwenden. Die Fischelner BzV unterstützt in diesem Jahr folgende karitative oder gemeinnützige Einrichtungen: – 2.000 Euro gehen an den Arbeitersamariterbund (ASB) für das Projekt „Leben mit Demenz“ und für ihr „Netzwerk Fischeln“ – 500 Euro bekommt der Nachbarschaftsladen für neue Stühle – mit 620 Euro wird der Kinder­ Karnevalszug Stahldorf unterstützt – 500 Euro fließen an den FitnessParcours im Stadtpark Fischeln (Förderverein Stadtpark Fischeln e.V.) – 500 Euro gehen an die Jugendabteilung des Handballvereins DJK Adler Königshof – 500 Euro erhält die Fischelner Jugendfeuerwehr – mit 500 Euro wird der St. Martinszug unterstützt.

Errichtung von Unterflurcontainern am Altmühlenfeld gegenüber der Mühle
Weil der Bereich um die Altglas­ und Altpapiercontainer auf dem Marienplatz vor dem Bunker stets unerträglich vollgemüllt wird, hat die BzV auf Vorschlag der SPD, Grünen und Linken eine Änderung angeregt. Dazu ist nun von der BzV ein Antrag an die Stadt auf den Weg gebracht worden, anstelle der Großtonnen einen Unterflurcontainer als probate Abhilfe einzurichten. Dieser würde auf dem Marienplatz allerdings bei Schützenfesten usw. nicht zugänglich sein und es könnte dabei deren Bodenabdeckung möglicherweise beschädigt werden. Deshalb wurde als neuer Standort die Ecke der kleinen Grünfläche an der Straße Altmühlenfeld gegenüber der Mühle vorgeschlagen. Umleitung bei Erweiterung der Autobahn A57 Bei der anstehenden Verbreiterung der Autobahn A57 in Höhe Oppum ist mit Umleitungen zu rechnen. Die BzV will alles dafür tun, dass es keine Beschilderung durch Fischeln hindurch geben wird.

Gaspumpstation
Im Zusammenhang mit dem Bunkerumbau am Marienplatz war zum Leidwesen der Anlieger vorgesehen, die dortige Gaspumpstation in den Bereich der angrenzenden Häuser zu verschieben. Dieser Plan ist nun vom Tisch, und die Pumpstation kann am alten Platz stehen bleiben.

Fischeln-Fahne
Die CDU hatte angeregt, aus Anlass der 90­jährigen Zugehörig Fischelns zu Krefeld (Beitritt am 1. 8. 1929) im Sitzungssaal des Fischelner Rathauses neben der Stadtfahne eine Fischeln­Fahne aufhängen zu dürfen. Die Stadt als Hausherr hat dazu grünes Licht gegeben.

Verbindungsweg neben dem Bunker zwischen Marienplatz und Wimmersweg
Dieser Weg ist bei schlechtem Wetter nahezu unpassierbar. Deshalb wurde auf einer der letzten Sitzungen der BzV die Stadt aufgefordert, den Zustand zu beseitigen. Nun teilte die Verwaltung mit, dass der Weg zwar öffentlich nutzbar, aber im Privatbesitz sei. Deshalb ist Privat auch für den Zustand verantwortlich.

Abfallbehandlungsanlage an der Breuershofstraße
Die IK­Container­ und Entsorgungsgesellschaft mbH beabsichtigt, auf dem zzt. ungenutzten Grundstück Breuershofstraße, Flurstück 2036 Höffgeshofweg, eine Abfallbehandlungsanlage zu betreiben. Dazu hat sie am 26. 6. 2017 einen Antrag bei der Stadt eingereicht. Vorgesehen ist dort auf einer Freifläche und in einer Halle allerlei Abfall zu verarbeiten und zu lagern. Beabsichtigt ist, in der Halle Bodenmaterial zu sieben, Bauschutt zu brechen und nichtgefährliche Abfälle (Metalle) sowie bis zu 10 t gefährliche Abfälle, die angenommen oder als Störstoffe aufgefunden wurden, in Containern zu lagern. Jährlich ist mit 2.400 t zu verarbeitenden Schüttgütern zu rechnen. Gleichzeitig könnten bis zu 6.000 t Schüttgüter gelagert werden. Ein entsprechender Schwerlastverkehr ist zu erwarten. Alles das führt zu massiven Protesten der Anlieger im Gewerbegebiet. Bereits am 1. Dezember gab es eine Protestveranstaltung (die Fischelner Woche berichtete) und über 100 Widersprüche an die Stadt. Zu erwarten sind erhebliche Belastungen der Anlieger: Lärm, Dreck, Verkehrsbehinderungen an den Grundstückseinfahrten und Lkw­ Verkehr durch Fischeln hindurch. Zwar ist die Durchfahrt von der Autobahn aus über die Kölner Straße für Lkw gesperrt, aber der Querverkehr durchs „Dorf“ nicht. Dr.­Ing. Sylvia Strelow von der Unteren Immissionsbehörde (Fachbereich 36 der Stadt) erläuterte das Genehmigungsverfahren, an dem elf Fachbereiche und Institutionen beteiligt wurden. Genehmigungsbedürftig ist die Anlage nur in geringem Umfang (Zuverlässigkeit), weil die im Immissionsschutzgesetz festgelegten Untergrenzen für ungefährliche und für gefährliche Stoffe nicht überschritten werden. Das Vorhaben wird deshalb als gebietsverträglich und innerhalb des Gewerbegebiets GE 1 als ausnahmsweise zulässig angesehen. Somit hat die Antragstellerin einen Rechtsanspruch auf die Genehmigung.

Genau das alles bezweifeln die Beschwerdeführer. Sie bemängeln, dass eine solche Anlage in den Rheinhafen gehört und dass die Struktur des Gebiets an der Breuershofstraße nachhaltig beeinträchtigt wird. Schließlich sind im Gewerbegebiet mehrere nahrungsverarbeitende Betriebe, eine Imkerei sowie Gastronomien und Wohnbebauungen vorhanden. Staub, Lärm und Abgase seien existenzbedrohend. Auch hat die Stadt kein Verkehrsgutachten erstellt. Die vorgesehene Lkw­Waage ragt bis an den Straßenkörper der Breuershofstraße heran, behindert bei deren Nutzung Fußgänger und Radler und verursacht große Rückstaus, besonders wenn mehrere Lkw zeitgleich anfahren. Überhaupt ist der Vorgang ein Beispiel dafür, wie man mit Anliegerinteressen nicht umgehen darf, so die BzV einhellig. Rechtszeitige Vorinformation und Absprachen wären vonnöten gewesen. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Mit den vielen zu erwartenden Widersprüchen bis hin zu Gerichtsverfahren sei keinem geholfen.

28. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) Fischeln am 19. Dezember 2018

Bezirksvorsteherin Doris Nottebohm hatte vor der Sitzung selbst und aus eigener Tasche alle Tische festlich dekoriert und Getränke sowie Knabbereien bereitgestellt. Außerdem hatte sie für jeden Teilnehmer und Besucher auf dem Eingangstisch je einen Schoko-Weihnachtsmann aufgestellt: Hier nun ein öffentlicher Dank an die überaus spendable Kommunalpolitikerin.

Aufnahmerahmen für Krefelder Grundschulen
Auf der Grundlage der erfolgten Anmeldungen von Erstklässler für die Krefelder Grundschulen hat nun die Stadt Krefeld einen Aufnahmerahmen aufgestellt, der u.a. in den BzV beraten wird. Am 16. 1. 2019 wird der Schulausschuss der Stadt ihn festzurren. Wer von welcher Grundschule zum Schuleintritt angenommen wird, richtet sich dabei nach den jeweiligen Entfernungen, nach sicheren Schulwegen, nach den Wünschen der Eltern, nach Ganztagsbetreuung, nach Klassengröße und -anzahl sowie nach Aufnahmekapazitäten der Grundschulen, aber bei den sechs Krefelder katholischen Grundschulen (für Fischeln: Königshof) in gewisser weise auch nach der Konfession. Fischelner Grundschulen: – Südschule (Kölner Straße.): 76 Anmeldungen, 4 freie Plätze – GS Stadtpark Fischeln mit Teilstandorten Wimmersweg und Stahldorf: 126 Anmeldungen, 1 Abweisung – kath. GS Königshof: 87 Anmeldungen, 31 Abweisungen

BzV Fischeln beantragt einstimmig, die Grundschule Königshof dringend zu erweitern
Die katholische Grundschule Königshof an der Oberbruchstraße hat gleich mehrere Probleme. Wie in Vorjahren auch muss sie nun rein rechnerisch 31 Wünsche ablehnen, weil trotz der Erweiterung im letzten Jahr für das Jahr 2019 keine dritte Eingangsklasse entstehen kann. Zusätzlich muss sie nach Möglichkeit auch verständliche Elternwünsche nach Konfessionszugehörigkeit für den gesamten Krefelder Süden beachten. Schulleiter Wolfgang Lueg bringt es auf den Punkt: „Da kämpfen bei mir Herz und Verstand gegeneinander. Der Verstand sagt, dass kein Platz vorhanden ist. Und das Herz schmerzt, dass wir Kinder ablehnen müssen, die kaum mehr als einen Kilometer von der Schule entfernt wohnen.“

Barrierefreiheit für Fischelner Rathaus und Sanierung
Seit mehr als zehn Jahren demonstrieren hiesige Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker für ein barrierefreies Rathaus. Das scheiterte bisher überwiegend an klammen Kassen der Stadt Krefeld. Schließlich gab es einen kleinen Durchbruch: Für die Jahre 2017 und 2018 wurden zusammen 250.000 Euro in den Haushalt einstellt. Damit konnten die Planungen beginnen und an das Architektenbüro Littgen vergeben werden. Diese Mittel sollen nach 2019 übertragen werden. Man diskutierte unter anderem aus Kostengründen einen Teilaufzug im Haus oder außen im Hauseck hinten vom Park aus. Nun ist man zu der vortrefflichen Einsicht gelangt, wenn schon Baumaßnahmen anfallen, dann sollte auch eine Komplettsanierung erfolgen. Dazu gehören der Brandschutz mit feuerfesten Türen, ein zweiter Rettungsweg für den Ratssaal innerhalb des Gebäudes, die überfällige Sanierung der maroden Toilettenanlagen, eine Ausbesserung der Kanalisation und ein neues Elektronetz. Alle Räume sollen höherwertig gestaltet werden und für Kanzleien, Arztpraxen usw. geeignet sein. Die BzV beschloss dagegen einstimmig, dass die dortigen Räume bevorzugt für Bürgerbüros usw. vorgehalten werden sollen. Der Aufzug soll alle vier Etagen (Keller, Hochparterre, 1. Etage und Dachgeschoss) barrierefrei erreichen. Der barrierefreie Zugang von außen wird vom Rathauspark erfolgen mittels einer Rampe mit 8 % Gefälle nach unten zum Kellergeschoss hin und dort weiter zum Aufzug. Es ist zu erwarten, dass sich die Kosten für diese erweiterten Maßnahmen von bisher festgelegten 250.000 Euro mindestens verdoppeln werden. Bei diesem Tatbestand wurden am Rande der Sitzung Stimmen laut, dass es weitere Proteste für die Barrierefreiheit geben wird, weil, wie die Vergangenheit schmerzlich zeigte, es wieder am Geld scheitern könnte. In Abstimmung mit Bauaufsicht Krefeld, Feuerwehr und unterer Denkmalbehörde soll unter Berücksichtigung des Denkmal- und des Bestandschutzes der inzwischen geänderte Bauantrag vorgelegt werden. Hier der weitere Terminplan: 1. Planung und Kostenfestsetzung im Bauausschuss am 16. 1. 2019 2. Baugenehmigung bis ca. März 2019 3. Werkplanung, Detailplanung, Ausschreibung bis Mai 2019 4. Vergabe, Beauftragung August 2019 5. Baubeginn September 2019 6. Fertigstellung März 2020.

Bahnübergang Steinrath nach Bösinghoven (Függershofweg)
Die Deutsche Bahn beabsichtigt offensichtlich erneut, den bei Radlern und Wanderern beliebten Bahnübergang vom Fischelner Bruch nach Bösinghoven zu schließen. Sowohl Krefeld als auch Meerbusch hatten sich vor geraumer Zeit bereits massiv dagegen gewandt, und wie es schien erfolgreich. Nun lebt der Gedanke bei der Bahn offensichtlich wieder auf. Es ist schon kurios, dass die Bahn diesen Übergang schließen will, gleichzeitig es aber nicht hinkriegt, die bei Verkehrsteilnehmern durch überlange Schließungszeiten verhassten Übergänge in Osterath nach vielen jahrzehntelangen massiver Anträge und Bürgerbegehren durch einen Tunnel zu ersetzen. Aber auch die Stadt Krefeld hat sich hierbei nicht mit Ruhm bekleckert. Obwohl auf es auf Meerbuscher Seite an der Straße am Weilershof Richtung Strümp seit langem einen Radweg gibt, hat es Krefeld bisher nicht hingekriegt, am Strümper Weg einen Radweg zu bauen. Allerdings ist auf der Fischelner Straße in Meerbusch Richtung Bösinghoven auch kein Radweg vorhanden. Es sollte also alles daran gesetzt werden, zwischen den genannten fehlenden Radwegen sowie dem vorgesehenen Tunnel in Osterath und dem Wunsch der Bahn nach Schließung des Übergangs auf dem genannten Feldweg mindestens zeitlich ein Junktim herzustellen und die Städte Meerbusch und Krefeld sowie die Bahn in die Pflicht zu nehmen, damit verkehrssichere Wege für Wanderer und Radler gewährleistet bleiben. (Quelle FiWo LN)

27. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) am 15.11.2018

Erweiterung der Kita Krützboomweg mit einem Modulgebäude
Kinder ab dem 1. Lebensjahr haben seit August 2013 einen garantierten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nach dem Kinderförderungsgesetz von 2008. Ziel der Kommunen ist es, für 35% der unter Dreijährigen Plätze in Kitas oder in Kindertagespflege anzubieten. Weil der genannte Prozentsatz in Großstädten nicht ausreicht, sollen – wie anderswo in Großstädten auch – in Krefeld 40% erreicht werden. Durch zahlreiche Umbau­ und Erweiterungsmaßnahmen in der gesamten Stadt sollen insgesamt rund 70 neue Gruppen geschaffen werden. Für die Kita Krützboomweg in Fischeln, die vor drei Jahren ihren Betrieb aufnahm, ist temporär für den Zeitraum von etwa 10 Jahren ein neues zweigeschossiges Gebäude in Modulbauweise als Holzkonstruktion mit Flachdach für 3 Gruppen und 55 Kindern vorgesehen. Es soll an der südlichen Seite des dortigen Areals bis an das Clubhaus des ehemaligen Tennisplatzes heran entstehen und im Oktober 2019 bezugsfertig sein. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich mit einer Kostenvarianz von + 20 % auf knapp 1,5 Mio. Euro.

Bebauungsplan 652/I Fischeln Südwest
Fischeln ist wie kein anderer Krefelder Stadtteil als Neubauareal gefragt. Neben den beiden später möglichen Neubaugebieten Plankerheide zwischen Kölner und Eichhornstraße nördlich des Friedhofs sowie an der Oberbruchstraße, die später kommen könnten, soll vorher das Gebiet Fischeln­Südwest westlich der Willicher Straße zwischen Hanninx­ und Kütterweg erschlossen werden. Es sind dort insgesamt etwa 500 Wohneinheiten in unterschiedlicher Stockwerkzahl vorgesehen und soll in 3 Etappen verwirklicht werden. Für den ersten Teil ist die Planung soweit gediehen, dass die Pläne dazu in kurzer Zeit öffentlich ausgelegt werden. Das Vorhaben umfasst den östlichen Teil des genannten Areals entlang der Willicher Straße (L 443) bis zur Bebauung in der Nähe des Hanninxwegs. Westlich wird dieser 1. Teil von einem „Grünen Korridor“ begrenzt, der am südlichen Ende nahe des Kütterwegs in einen „Grünen Platz“ mündet. Die Wohnsiedlungsstruktur für etwa 160 Wohneinheiten sieht eine Mischung von Wohntypologien in Form von Einfamilien­, Doppel­, Reihen­ sowie Mehrfamilienhäusern vor. Im Norden und nahe der Willicher Straße sollen kleine Läden entstehen. Weil sich der ab 1919 in Dessau entwickelte Bauhausstil zum 100. Mal jährt und in Krefeld solche Bauten mehrfach vorhanden sind, schreibt die Stadt vor, das Gebiet – wohl als eine Hommage an Mies von der Rohe usw. – diesen damals revolutionäre Bauhausstil hier zu verwirklichen. Rechte Winkel, gerade Linien und begrünte Flachdächer kennzeichnen die Pläne. „Es ist noch offen, ob die Krefelder Wohnbaugesellschaft oder ob andere Gesellschaften den Ausbau machen werden“, so der Krefelder Bauleitplaner Ludger Walter während seines äußerst informativen Vortrags.

Neukonzeptionierung der Krefelder Stadtteilkirmessen
Kirmessen waren ursprünglich Kirchweihmessen für die ganze Familie als Erinnerung an die Einweihung der Kirche. Im 18. Jahrhundert war es sogar üblich, die Häuserfassaden zu schmücken. Inzwischen hat sich diese Tradition gewaltig verändert. Der Zulauf hat stark nachgelassen. Gleichzeitig haben sich Kosten und Aufwand dafür vergrößert. Um die Tradition zu stärken, befassen sich seit 5 Jahren die dafür zuständigen einzelnen Bezirksvertretungen. Unter Federführung des Fachbereichs 21 der Stadtverwaltung wurde nun eine Art Bestandsaufnahme verfasst. Darin sind bereits erfolgte unterstützende Maßnahmen aufgeführt, die aber (noch) nicht den erwünschten Effekt erzielten. So wurde mit Plakaten und Presse­Infos geworben, besonders gestaltete Eröffnungsfeiern mit Schützenaufmärschen eingeführt und Feuerwerke abgehalten. Gebühren für Schausteller wurden gesenkt, attraktivere Fahrgeschäfte geordert sowie Termine gekürzt und mit anderen Festen zusammengelegt. Außerdem hat die Stadt in diesem Jahr erstmalig ein gesondertes (kleines) Budget von 8.500 Euro eingeführt. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse soll bis Ende Januar von einer Arbeitsgruppe, die aus Mitgliedern der BzV, der Bürgervereine, der Schützen, der Schausteller und der Stadt besteht, ein weiterführendes Konzept für das nächste Jahr und die folgenden Jahre erarbeitet werden.

Immissionsbelastung durch Markthalle real
In der Einwohnerfragestunde der 25. Sitzung der BzV am 27. 6. 18 beklagte der Vorsitzende der „Gemeinschaft Untergath“ Andreas Zelzner die ansteigende Belästigung, die von der neuen RealMarkthalle ausgeht und die von einem Gebläse, von einem Trafo, von spät abendlichen Reinigungsarbeiten, vom Anlieferverkehr sowie von Übungsfahrten lauter Autos und Motorräder auf dem abgesperrten Parkplatz stammen und die dortigen Anlieger stört. Bei einem folgenden Ortstermin von Vertretern der BzV, der Anlieger und der Markthalle wurde dieser Tatbestand zwar festgestellt, aber nicht für überaus groß für das bauliche Mischgebiet erachtet wurde, auch weil real bereits schon Einiges verbessert hat. So will die BzV weitere Verbesserungen mit beispielsweise einer Lärmschutzwand abwarten und dann abschließend beraten.

Rettungspunkte im Fischelner Bruch
Auf Antrag von SPD, von Grünen und von der Linken beschloss die BzV einstimmig, ähnlich wie am Elfrather See auch, im weiträumigen Fischelner Bruch, das von vielen Fußgängern, Joggern, Radlern und Reitern genutzt wird, Rettungspunkte festzulegen. Das ist besonders deshalb notwendig, weil die meisten Wege keinen Namen und viele Stellen keine Ortsbezeichnung haben. Nächster Sitzungstermin der BzV Fischeln (ab 17 Uhr) mit Einwohnerfragestunde (um 18 Uhr): 19. 12. 2018 (u.a. Sachstandsbericht Barrierefreiheit des Fischelner Rathauses; Verkehrsgutachten Fischelner Zentrum auch im Zusammenhang mit dem neuen Baugebiet Fischeln­Südwest und dem Ausbau der A57) Quelle FiWo, Lothar Neubauer.

26. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) am 12.09.2018

Zu Beginn der Sitzung wurden Helmut Höffken (FDP) als Nachfolger für den ausgeschiedenen Carsten Repges und Elsbeth Haas (SPD) für ihren am 29. 4. 2018 plötzlich verstorbenen Ehemann Michael Haas als neue Mitglieder der BzV auf Recht und Gesetz feierlich verpflichtet.

Tagesbetreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt 2018/19
In Krefeld wird für das Jahresende 2018 mit einem Bedarf von 8.824 KiTa-Plätzen gerechnet. Dem stehen dann 8.380 vorhandene Plätze gegenüber. In den Zahlen sind die Einrichtungen Luisenstraße, Clarenbachhaus und der Anbau Krützboomweg in Fischeln eingerechnet, auch wenn deren Fertigstellung zum 31.12.18 nicht sichergestellt werden kann. Für Fischeln ergibt sich ein Bestand an Tagesbetreuungsplätzen von 36 für U2, 148 für 2-Jährige und 691 Plätze für Kinder von 3 Jahren bis zur Einschulung. Dem Bestand von insgesamt 875 Plätzen in Fischeln steht ein rechnerischer Bedarf von 976 Plätzen gegenüber (siehe Tabelle unten).

Beratung über den Krefelder Haushalt 2019 usw.
– Noch 2018 soll das fehlende Radwegstück an der Anrather Straße zwischen Rangiergleis und Hückelsmay gebaut werden. Für 2020 ist dann ein neuer Radweg am Strümper Weg vorgesehen.
– Im nächsten Jahr will die Stadt die Radwege an der Anrather Straße vom Krützboomweg bis zur Breuershofstraße und 2020 am Mühlenfeld zwischen Obergath und Kimplerstraße sowie an der Vulkanstraße zwischen Kölner Straße und Mühlenfeld sanieren.
– In den Jahren 2019/20 will die Stadt die Dohmenstraße zwischen Kütterweg und Am Fischerhof ausbauen.
– Beim Dauerthema „ Barrierefreies Fischelner Rathaus“ stellten die Bezirksvertreter den Antrag, die für 2018 eingeplanten Mittel von 200.000 Euro komplett auf das nächste Jahr zu verschieben, damit endlich der vorgesehene Fahrstuhl eingebaut werden kann.

– Das Fischelner Hallenbad soll in 2019 eine neue Filteranlage erhalten.
– Von den Grünen lag ein Antrag vor, die Straßenbau-Investitionen für die vorgesehenen Baugebiete Fischeln-Südwest und FischelnOst mit Anbindung an die Hafelsstraße abzulehnen. Während die BzV mehrheitlich das Straßenbauvorhaben Fischeln-Ost ablehnten, fand die Ablehnung Fischeln-Südwest keine Mehrheit.
– Die BzV monierte erneut früher gestellte Anträge, die bisher noch nicht erfüllt wurden und auch nicht im Haushalt 2019 auftauchen. Die BzV pocht wiederholt darauf, den Fußweg an der Hafelsstraße zwischen Rathausgarten und Marienstraße endlich zu sanieren, ebenso den schmalen Bürgersteig der Clemensstraße im Bereich des Seniorenheims Saassenhof sowie an der Rosenstraße. Außerdem sollen 13 fehlende Bäume auf dem Marienplatz nachgepflanzt, Stolperlöcher auf den Wirtschaftswegen im Fischelner Bruch verfüllt und die Zufahrt zum Willi-Schlösser Sportpark saniert und dort auf der Kölner Straße eine Querungshilfe geschaffen werden.

Fahrradoffensive
Die SPD- und die CDU-Fraktion stellten ähnliche Anträge, die Situation für Radler nachhaltig zu verbessern. Die CDU möchte außerdem, dass ganz Krefeld die fahrradfreundlichste Stadt am Niederrhein wird. Dazu gehören Radschnellwege in netzartigem Verbund für Pendler-, Einkaufs-, Freizeit- und Tourismusverkehre und auch als Zubringer zum ÖPNV in die Innenstadt und zu den Nachbargemeinden. Dabei sollen bei Straßenbaumaßnahmen die Radlerbelange anders als bisher verstärkt berücksichtig werden. Auch soll der Rad-Tourismus am Niederrhein eingebunden werden, die technische Qualität der Radwege verbessert, mehr Radspuren auf den Straßen markiert und Ladestationen für E-Bikes aufgestellt werden.

Gestaltung Platz an der Volksbank
So könnte die Vorplatzgestaltung vor der neuen Volksbank in Fischeln an der Ecke von Kölner und Anrather Straße aussehen, der Teil eines zukünftigen Dorfplatzes werden könnte: Das vorhandene graue Pflaster könnte Strahlenintarsien aus Anthrazit-Steinen erhalten. Mittig sind Einzelbänke bzw. -elemente vorgesehen. Das SWK-Wartehäuschen soll erhalten bleiben. Vor den Fenstern der Volksbank sind 7 Anlehnbügel für 14 Fahrräder vorgesehen. Sie könnten aber auch nach links vor die Mauer des vorhandenen Hauses Kölner Straße 571 verlegt werden. Zu allem dem muss deren Finanzierung noch geklärt werden.

Nächste öffentliche Sitzungstermine der BzV Fischeln: – 27. Sitzung: Donnerstag, 15. November 2018
(mögliche Themen: Emissionsbelastung von REAL, Bearbeitungsstand der letzten Anträge der BzV an die Stadt und Verteilung bezirksbezogener Mittel in Zuständigkeit der BzV für 2019 (in 2018: 1.500 Euro für Spielgeräte Rathausgarten, 1.000 Euro für Kinderkarneval Stahldorf, 950 Euro für Kinder Karussell Maria Frieden, 500 Euro für Grundschule Königshof, 400 Euro für ASB und 390 Euro für KiGa Klein&Groß). Quelle FiWo LN

25. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) am 6. Juni 2018

Zu Beginn der Sitzung gedachte die Bezirksvertretung (BzV) Fischeln in einer Schweigeminute des am 29. 4. 2018 plötzlich verstorbenen Sprechers der SPD-Fraktion in der BzV Fischeln Michael Haas (MdR). Er gehörte seit 2004 der BzV an und wurde 54 Jahre alt.

Bebauungsplan 795 Fichtenhainer Allee
Nach Offenlegung, einigen Einsprüchen und entsprechenden Änderungen im Bereich des Stichwegs von der Anrather Straße aus nach Süden gegenüber der Breuershofstraße und einiger Eigentumsanpassungen befindet sich der oben abgebildete B-Plan nun im endgültigen Genehmigungsverfahren.

Bebauungsplan 801 Erkelenzer Str. / Kimplerstr. / Altmühlenfeld
Dieser Bebauungsplan befindet sich im Genehmigungsverfahren sozusagen auf der Zielgeraden. Er beinhalte neben einem neuen kleinen Verbindungsweg zwischen dem Altmühlenfeld und der Kimplerstraße und einem möglichen Hausneubau an der Kimplerstraße fast ausschließlich die Umwandlung des dortigen, inzwischen nicht mehrt genutzten Verkehrsübungsplatzes in eine neue Feuer- und Rettungswache. Bisherige Einsprüche und Bedenken wurden überwiegend ausgeräumt. So ist nun vorgesehen, dass rückkehrende Einsatzfahrzeuge von der Erkelenzer Straße von Norden aus einfahren und dadurch die Kimplerstraße weniger belasten werden. Die Einsatzausfahrt soll, wie vorgesehen, von der Erkelenzer Straße aus erfolgen.

Bebauungsplan 802 (V) südlich Wedelstraße
Ursprünglich waren für die beabsichtigte Hinterbebauung östlich der Kölner Straße zwischen Wedel- und Wilhelm-Stefen-Straße 3 Häuser mit 28 Wohneinheiten vorgesehen. Endgültig sind es nun mit größerem Abstand zueinander 2 dreigeschossige Häuser (2. Etage als Staffelgeschoss) mit 23 Wohnungen und 18 Stellplätzen in der Tiefgarage sowie mit An- und Abfahrt von und zur Wedelstraße.

Buslinien in Fischelner Gewerbe gebieten
Die die Buslinien 042, 047, 055 und 056, bedienen die Fischelner südwestlichen Gewerbegebiete. Die Buslinie 047 wurde hinsichtlich der Streckenführung erneut optimiert.

Schulsanierungen in Krefeld und Fischeln
Die Stadt Krefeld erhält vom Bund knapp 20 Mio. Euro und vom Land jährlich bis 2020 etwa 7,5 Mio. Euro für Sanierung, Modernisierung und Ausbau ihrer Schulen, die sie zusammen mit einem Eigenanteil von rd. 10 % in ihr Förderprogramm „Krefeld macht Schule“ steckt. Zusammen sind das rund 110 Mio. Euro. Damit sollen in ganz Krefeld in Absprache mit den jeweiligen Schulleitern die Digitalisierung unterstützt, je nach Notwendigkeit Gebäude umgebaut, erweitert oder trocken gelegt, der Brandschutz, die Böden, die Klassenräume, die Treppenhäuser und die Kellerabdichtungen technisch und energetisch saniert werden. Bis 2022 erhalten folgende Schulen im Großbereich von Fischeln folgende Beträge:

– GS Königshof: 630.000 Euro
– Regenbogenschule: 5,2 Mio. Euro
– GS Am Stadtpark Fischeln (Wimmersweg/Stahldorf): 1,49 Mio. Euro
– GS Südschule: 560.000 Euro
– HS Hafelsschule: 1,1 Mio. Euro
– Realschule Oppum: 1,1 Mio. Euro
– Freiherr-vom-Stein-Realschule: 2.625 Mio. Euro
– Gesamtschule Oppum: knapp 18 Mio. Euro
– MSM-Gymnasium: 1,9 Mio. Euro

Tempo 30 auf Kölner Straße
SPD, Grüne und Linke stellten zum wiederholten Male, und das seit 2002, den Antrag, auf der Kölner Straße von der Untergath bis zur Hafelsstraße eine 30-km-Zone einzurichten. Schließlich liegen im Bereich dieser Strecke 2 Kindergärten, 2 Schulen, das Jugendzentrum, das Schwimmbad, Sportanlagen und die Markuskirche. Die Rechtsgrundlage, in welchen Fällen eine solche Zone eingerichtet werden darf, wurde bundesweit inzwischen gelockert. Seitdem müssen Kindergärten usw. nicht mehr unmittelbar an der Straße liegen, um die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduzieren zu dürfen. Außerdem ist die Kölner Straße nicht mehr Bundesstraße B9. Also steht nichts mehr im Wege. „So könnten auch die SWK davon überzeugt werden, ihren Widerstand aufzugeben“, so Jürgen Oppers, der Fraktionssprecher der SPD. Unterstütz wurde diese Forderung an die Stadt von einer Abordnung der Elternschaft des Markuskindergartens. Sie forderte neben der genannte Geschwindigkeitsbegrenzung, dafür zu sorgen, dass die Einfahrt zur Markuskirche und dem Kindergarten nicht ständig u.a. mit großen Lastern zugeparkt wird, die die Sicht nehmen und eine gefährliche Verkehrssituation heraufbeschwören. Der Antrag wurde einstimmig von der BzV angenommen.

Radweg bis Steinrath an der K-Bahn
Die CDU-Fraktion forderte in einem Antrag die Stadtverwaltung auf, zu berichten, ob es neuerdings Möglichkeiten gibt, den vorhandenen Radweg (roter Weg) um den Fischelner Friedhof herum bis zum Steinrath endlich weiterzuführen, sodass eine kurze, fußläufige Verbindung zur Straßenbahn-/K-Bahnhaltestelle Grundend entsteht. Die früheren Probleme mit Grundstückserwerb müssten doch jetzt verschwunden sein. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Sitzungssaal des Rathauses zum Hochzeitszimmer
Die CDU-Fraktion schlug in einem Antrag vor, bei der Stadtverwaltung anzuregen, den großen Sitzungssaal im Fischelner Rathaus für Trauungen auch für einen großen Personenkreis herzurichten und dafür einen würdigen Rahmen zu schaffen. In der Diskussion wurde aber auch deutlich, dass dazu eigentlich erst die Barrierefreiheit mit einem Aufzug geschaffen werden sollte. Außerdem sei zu bedenken, dass wegen des Fehlens eines Fluchtwegs die Personenzahl aus Brandschutzgründen zzt. beschränkt ist. Unter diesen Gesichtspunkten wurde der Antrag an die Stadt einvernehmlich angenommen.

Sachstand „Interkommunales Gewerbegebiet“ beiderseits der A44
Vor geraumer Zeit haben Krefeld und Meerbusch gemeinsam beschlossen, ein Interkommunales Gewerbegebiet in einer Größe von 121 Hektar (Krefeld: 51 ha; Meerbusch 70 ha) auszuweisen. Anfang 2018 hat der Regionalrat das Erarbeiten eines solches Plans genehmigt. Sowohl Bezirksregierung als auch IHK unterstützen das Vorhaben. Die Stadt Meerbusch wird Anfang Juli darüber beschließen. Sollte MB sich dagegen entscheiden, könnte Krefeld auch allein diesen Plan mit seinen 51 ha verwirklichen. Sollte es zu einer Gesamtlösung kommen, wird eine Entwicklungsgesellschaft gegründet. Vorhandene Bedenken wegen des massiven Eingriffs in die Natur mit seinen hochwertigen Ackerböden und dem teilweise betroffenen Wasserschutzgebiet müssen in jedem Fall berücksichtigen werden.

Nachbarbelästigungen von der Real Markthalle
In der Einwohnerfragestunde beklagte der Vorsitzende der „Gemeinschaft Untergath“ Andreas Zelzner die ansteigende Belästigung, die von der Real-Markthalle ausgeht und die die dortigen Anlieger stört. Laute Geräusche stammen von einem Gebläse und von einem Trafo, vom nächtlichen Anlieferverkehr, von spät abendlichen Reinigungsarbeiten mit Musikberieselung sowie von Beschleunigungs- und Übungsfahrten von Autos und Motorrädern auf dem nicht abgesperrten Parkplatz. Besonders bei Ostwind belästigen Gerüche aus der Pizza- und Brotbäckerei, aus den Abwasserkanälen und von stehenden, wartenden und rangierenden Autos mit ihren Motoren die Bewohner im Bereich der Lechstraße usw. Bisherige Gespräche der Gemeinschaft Untergath mit der Marktleitung haben bisher kaum Erfolge erzielt. Möglicherweise wird die Stadt auf der nächsten Sitzung der BzV darauf antworten. (Quelle FiWo LN)

24. Sitzung der Bezirksvertretung (BzV) am 22.03.2018

Erweiterung des Paketzentrums an der Anrather Straße
Das 1994 errichtete Paketzentrum ist zzt. mit bis zu 32.000 Paketen pro Stunde eines der umsatzstärksten im gesamten Bundesgebiet und von Verkehrssteigerungen in besonderem Maße betroffen. So stieg die Sendungsmenge von 2009 bis 2014 um 61 Prozent. Außerdem verlangen Kunden stetig Qualitätsverbesserungen. Das macht Um- und Erweiterungsbauten erforderlich. Um solche Maßnahmen zu verwirklichen, muss die Stadt Krefeld ihren Flächennutzungsplan ändern und einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Weil der Standort im Landschaftsschutzgebiet liegt und der zu erwartende Eingriff in den Naturhaushalt erheblich ist und kompensiert werden muss, sind detaillierte Festlegungen erforderlich. Dazu hat die BzV Fischeln bereits im September 2017 Verbesserungen gefordert, die inzwischen im Flächennutzungsplan bzw. in Verträgen mit der Deutschen Post festgezurrt worden sind. Dazu erläuterte der Krefelder Bauleitplaner Ludger Walter Einzelheiten: „Um den möglichen Verkehrszuwachs bis 2030 richtig zu bewerten und entsprechend zu reagieren, sollen Verkehrszählungen auf der Anrather Straße und deren Ab- und Zugänge während des Weihnachtsverkehrs stattfinden. Die Ein- und Ausfahrt des Paketzentrums soll eine Abbiegespur und dort einen neuen Geh-/Radweg erhalten. An den Kosten wird sich die Post anteilmäßig beteiligen. Ferner soll auf dem Gelände des Zentrums ein für die Paket-Lkw rund um die Uhr zugänglicher Auffangparkplatz gebaut werden, damit nächtliche Lkws nicht im Umkreis auf Straßen zu Lasten der dortigen Anwohner parken müssen bis das Zentrum morgens öffnet. Außerdem war zu erfahren, dass der Reiterhof, am südwestlichen Eck der Kreuzung Hückelsmay/ Anrather Straße gelegen, auf der West- und der Südseite eine rund 1 Mio. Euro teure, 300 Meter lange und 7 Meter hohe begrünte Lärmschutzwand in Zickzackform erhalten soll, damit der beim Containerverladen entstehende Lärm abgehalten wird. Für den Schallschutz der Anwohner Holterhöfe wird eine entsprechende Mauer zwischen Paketzentrum und der Autobahnabfahrt errichtet werden. Die BzV stimmte den dafür geänderten Plänen einstimmig zu. LN

Dorfplatz
Auf Antrag von SPD und CDU forderte die BzV einstimmig die Stadtverwaltung verwaltung auf, für den Bereich des vorgesehenen Dorfplatzes Kölner/ Anrather/ Clemens- und WilhelmStefen-Straße ein Konzept zu erarbeiten, bei dem auch die Straßenbahnhaltestelle nach Möglichkeit barrierefrei gestaltet wird.

Umgestaltung des Marienplatzes
Mit dem bereits begonnenen Umbau des Bunkers am Marienplatz zum Marienhof soll, so der Antrag der CDU-Fraktion, auch das Umfeld neu hergerichtet werden. Dazu zählt ein neuer Standort für die Glas- und Papiercontainer, am besten unterirdisch, so die SPD. Die BzV stimmte einhellig zu.

Vorgesehene Fahrbahnsanierung der Kimplerstraße
Jürgen Oppers (SPD) gab zu bedenken, dass beim Umbau des Bunkers schweres Gerät und Baumaterialien angefahren werden. Darunter könnte die für das 2. oder 3. Quartal vorgesehene neue Fahrbahn auf der Kimplerstraße leiden. Besser wäre es, die Sanierung zugunsten anderer Straßen in Fischeln nach hinten zu verschieben. Monika Sellke, Leiterin des Fachbereichs Tiefbau, versprach, den Zeitablauf anzupassen.

Radweg Anrather Straße
Dr. Ludger Wilstacke bat darum, die Baufirma, die im Januar zwei Entwässerungsrinnen am Radweg Anrather Straße am Ortsausgang angebracht hat, aufzufordern, die Arbeiten nachzubessern, weil eine davon höher liegt als der Radweg und das Wasser nicht gänzlich ablaufen kann.

Neue Fahrradboxen in Fischeln
Monika Sellke (Leiterin Tiefbau) gab bekannt, dass geplant ist, in Krefeld an mehreren Standortorten an ÖPNV-Haltestellen Fahrradboxen aufzustellen, die dann für sicheres Abstellen von Fahrrädern genutzt werden können. Die Tarife dafür sind noch nicht festgelegt. Für Fischeln sind 5 Standorte mit jeweils 6 bis 10 Fahrradboxen vorgesehen: K-Bahn-Haltestelle Königshof, Haltestelle Grundend, Oberschlesienstraße Tor 3 Edelstahlwerke, Eichhornstraße 4 und Benrader Feld unter der Brücke. Polizeiparkplatz Dirk Bangel, Leiter Bürgerservice, gab bekannt, dass an der Südseite des Fischelner Rathauses auf der Hafelsstraße der erste Parkplatz für die Polizei Fischeln reserviert werden wird. Quelle FiWo LN